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Die Liste der Top-Favoriten ist lang Erster Anwärter auf den Sieg ist der Russe Dimitri Kapitonow (33). Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:09:23, aufgestellt beim Marathon in Eindhoven 1999, ist er in der Lage die alte Regensburger Bestmarke des Marokkaners Hicham Chatt von 2:13:43 aus dem Jahre 1999 zu unterbieten. Der Russe ist schon gut in Form und hat heuer beim Tokio-Marathon den dritten Platz belegt. 

Mit am Start auch sein Zwillingsbruder Alexander (Bestzeit: 2:13:55, gelaufen beim Hamburg-Marathon 1997) und der Ukrainer Nikolai Rudyk. Der 28jährige kommt mit einem 2. Platz vom Debno-Marathon im Gepäck nach Regensburg. Seine Bestmarke beträgt 2:12:09, erreicht beim Marathon in Lyon 1998. Diese drei haben sich für den Regensburg-Marathon ihren eigenen „Hasen“ mitgebracht. Der Pole Miroslaw Plawko, soll das Trio bis Kilometer 30 auf Rekordkurs halten. Nicht zu unterschätzen sind die Marathon-Cracks aus Kenia. Allen voran der letztjährige Regensburg-Sieger Samson Loywapet. Der 28jährige möchte gerne seinen Triumph wiederholen, hat es aber auch mit starker Konkurrenz aus dem eigenen Land zu tun. 

Zu nennen ist hier insbesondere John Miaka (33), der vor kurzem in Valencia mit 2:13:47 eine persönliche Bestmarke setzte. Mianka siegte im vergangenen Jahr beim bekannten Madrid-Marathon. Weitere Kenianer am Start: Simon Terer (31), für den eine Bestzeit 2:14:56 und der Sieg beim Karlsruhe-Marathon 1999 zu Buche steht und als Geheimtipp der 26jährige Samwel Kipkoech Maeyo. Er gibt heuer in Regensburg sein Marathon-Debüt.

Mit Siegchancen geht der 31jährige Äthiopier Billen Nur an den Start. Er weist eine Bestmarke von 2:13:00 auf und erreichte letztes Jahr in den USA eine Zeit von 2:13:06. Für eine Überraschung gut sind Jean-Paul Niyonsaba (18) aus Burundi, der in Regensburg zum ersten Mal im Marathon antritt, und der 33jährige Marokkaner Abdelkebir Marchane (Bestzeit: 2:17:45, aufgestellt vergangenes Jahr in Casablanca).

Besonders freut die Veranstalter vom LLC Marathon Regensburg, dass mit Rainer Wachenbrunner ein deutsches Marathon-Urgestein gemeldet hat. Für den mittlerweile 39jährigen Berliner, Deutscher Crossmeister 1998 und 1999, steht eine persönliche Bestzeit von 2:12:02 (London Marathon 1990) zu Buche. Er hat sich eine Zeit um 2:17 vorgenommen und ist schon gut in Form. Beim 10-km-Lauf in Würzburg am 29.April landete er im Vorderfeld.

Um den erhofften Streckenrekord zu erzielen, sollen routinierte „Hasen“ für das nötige Tempo sorgen:. Bis 15 km gibt der Holländer Dik van den Broek das Tempo an, bis 21 km Nitrambepa Hilaire (Burundi), dann Jjames Tanui (Kenia) und zuletzt der Pole Miroslaw Plawko.

Bei den Damen wird die Russin Ludmilla Afonluschkina auf die Jagd nach dem alten Streckenrekord von 2:35:39, aufgestellt 1999 von der Polin Karina Szymanska, gehen. Die 34jährige hat eine Bestzeit von 2:34:37, die sie im Jahr 1999 in Antwerpen erreichte. Nicht zu unterschätzen sind die Cross-Weltmeisterin von 1999, Helen Chepnego (31) aus Kenia und die Äthiopierin Worku Tsige (24), die 1999 den Palermo-Marathon für sich entschied.