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Europacup in Bremen

Fingerzeig im Weserstadion?

Internationale Konkurrenz wird DLV-Athleten einiges abverlangen

Freuen können sich die Zuschauer in Bremen auch auf ein illustres internationales Feld. Stephane Diagana und Eunice Barber sind die bekanntesten französischen Vertreter, Hallen-Weltmeister Paolo Camossi und Fiona May führen den italienischen Kader an. Die Hoffnungen Russlands ruhen vor allem auf den Frauen um Svetlana Feofanova (Bild), Tatjana Lebedeva und Natalja Sadova, die sicherlich gute Chancen auf die Titelverteidigung haben. Nicht sehr viel anders sieht es bei den Briten aus. Die Kurzstreckenläufer, Dreisprung-Star Jonathan Edwards, Chris Rawlinson über die Hürden oder John Mayock bürgen für höchste Qualität. Bei der weiblichen Fraktion hofft man auf die Rückkehr der erkrankten Katherine Merry und natürlich einen gewohnt unwiderstehlichen Auftritt von Paula Radcliffe. Der interessanteste Mann im Aufgebot der Griechen ist 200-Meter-Olympiasieger Kostas Kenteris, der für insgesamt drei Starts vorgesehen ist. Mit Szymon Ziolkowski kommt ein weiterer Gold-Medaillengewinner von Sydney für Polen in den Norden Deutschlands. Der weitere Aufsteiger Spanien kämpft um den Klassenerhalt und setzt auf seine starken Mittelstreckenläufer Jose Antonio Redolat und Andres Diaz. Diese internationale Konkurrenz wird den meisten DLV-Athleten einiges abverlangen. Aber nicht zuletzt deshalb können diese im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben mit der WM in Edmonton und der EM im nächsten Jahr in München einen Fingerzeig in eine positive Richtung abliefern.

Den Europacup eröffnen am Samstag um 13:45 Uhr die Hammerwerfer, ehe knapp zwei Stunden später die Startschüsse der ersten Bahnbewerbe fallen. Die Sprintstaffeln beschließen die Wettkämpfe am 23. Juni. Dabei sollte man sich nach dem ersten Tag nicht wundern, wenn die deutschen Männer zur Halbzeit noch zurückliegen, denn die starken Disziplinen stehen zum Großteil erst am Sonntag auf dem Programm. Dann greifen nämlich die Stabhochspringer, Hürdensprinter, 800-Meter-Läufer, Diskus- und Speerwerfer sowie die Dreispringer nach ihren Nationaltrikots. Möglicherweise entscheiden gegen 17:30 Uhr erst die 4×400-Meter-Staffeln über die im Weserstadion siegreichen Mannschaften.

Das Leichtathletik-Online-Magazin berichtet
am 23. und 24. Juni direkt aus dem Bremer Weserstadion.