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U23-Europameisterschaft in Amsterdam

Mit härteren Stäben weiter nach oben

Internationaler Doppeleinsatz für Carolin Hingst steht an

„Damit haben wir die Schwachstellen, die sie vom Turnen mitgebracht hat, beseitigen können,“ nennt Brecht den Grund für die Leistungsexplosion. Beim Marktplatzspringen in Schwäbisch Gmünd sprang sie zu Saisonbeginn „wie im Rausch“ über 4,40 Meter und wiederholte dies in Jena.

Härte ist der Trumpf von Carolin Hingst – Vorbild Sergej Bubka

„Carolin hat Bewegung in die Stabhochsprungszene gebracht,“ freut sich Bundestrainer Herbert Czingon. „Sie hat durchaus das Zeug für den Deutschen Rekord,“ traut er ihr noch weitere Höhenflüge zu. Die Kunststoff-Formgeberin beim Hubschrauber-Hersteller Eurocopter in Donauwörth will ihre Höhenflüge mit dem Stab fortsetzen. Herbert Czingon hofft auf Stabilität der Newcomerin. Er kennt die Abstürze junger Himmelstürmerinnen mit dem Stab nur allzu gut. Nastja Ryhsich und Andrea Müller beispielsweise mussten Rückschläge verkraften. Auch Nicole Humbert und Christine Adams stehen bereits in der zweiten Karriere. „Manche Springerin hat den raschen Erfolg mental nicht verdaut und musste neu beginnen,“ so Czingon. 

Härte ist Hingsts Trumpf, das hat sie auch bei ihrem ersten Zehnkampf im Oktober 2000 bewiesen. „Mit Ehrgeiz, Talent und guten Trainingsbedingungen ist vieles möglich,“ glaubt sie. Ihre Vorbild ist Sergej Bubka („Der hatte eine einmalige Technik“). Vor 30 Monaten hat Carolin erstmals einen Stab in die Hand genommen, in nur sechs Wochen ist die „Unschuld vom Land“ als exzellente Stabhochspringerin ins Rampenlicht gesprungen. „Jetzt brauche ich noch härtere Stäbe, um höher zu springen,“ sagt sie und setzt bereits zu neuen Großtaten an.

von Ewald Walker

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