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Grand-Prix-II-Meeting in Rieti

Michael Johnson ohne Mühe

Comeback von Frankie Fredericks misslingt – Da Fonseca-Wollheim Zweite

03.09.00 (fc) Zwei internationale Stars standen beim Grand-Prix-Meeting in Rieti im Mittelpunkt: Michael Johnson und Frankie Fredericks. Während der 400-Meter-Läufer mühelos Mark Richardson auf Distanz hielt, bekam der Mann aus Namibia bei seinem Comeback über 200 Meter vom Nigerianer Francis Obikwelu vorgeführt, wie weit er noch von seiner Olympiaform entfernt ist. Kristina Da Fonseca-Wollheim zog sich von den ganz wenigen deutschen Teilnehmern als Zweite am besten aus der Affäre.

Wie schon beim ISTAF in Berlin hatte US-Superstar Michael Johnson auch in Rieti auf der Stadionrunde das Feld im Griff. Es ist fast schon beängstigend, mit welch einer Leichtigkeit er diese Disziplin diktiert. Der Brite Mark Richardson kam in 45,14 Sekunden Johnsons 44,46 Sekunden noch am nächsten. Das Comeback von Frankie Fredericks (NAM) über 200 Meter ging mit einer Zeit von 20,79 Sekunden gründlich daneben. Francis Obikwelu (NGR) lief bereits nach rund 80 Metern zu ihm auf und ließ ihn letztlich in 20,21 Sekunden um einige Meter hinter sich. Abdul Aziz Zakari (GHA) lieferte über 100 Meter in 10,13 Sekunden eine gute Vorstellung ab.

Ein kenianisches Duell entwickelte sich über 1500 Meter bei den Männern. Dabei setzte sich der routinierte Noah Ngeny in 3:30,42 Minuten gegen den jungen Benjamin Kipkurui (3:30,73 min) durch. Bei den Frauen bestätigte die Deutsche Kristina Da Fonseca-Wollheim in 4:05,65 Minuten ihre Zeit von Berlin und konnte sich über den zweiten Rang hinter Olga Komyagina (RUS; 4:04,02 min) freuen.

In einem mäßigen Stabhochsprung überquerte Nastja Ryshich (D) 4,10 Meter. Drei Springerinnen waren besser, von denen sich die Österreicherin Doris Auer und die Argentinierin Alejandra Garcia den Sieg bei 4,20 Metern teilten. Bei den Männern verabschiedete sich Björn Otto mit einem „Salto Nullo“. 5,60 Meter reichten Vadim Strogaljov (RUS) zum ersten Platz.

Melissa Morrison (USA) war über 100 Meter Hürden in 12,81 Sekunden ebenso souverän wie die Mexikanerin Ana Guevara über 400 Meter (50,58 sec). Mercy Nku (NGR) feierte in den Sprints einen Doppelsieg. Der Italiener Paolo Dal Soglio machte im Kugelstoßen mit einer Weite von 20,75 Metern auf sich aufmerksam. Im Hochsprung überquerten Konstantin Matusevich und Nathan Leeper jeweils 2,30 Meter. 

Der Italiener Andrea Longo setzte sich über 800 Meter mit einer Zeit von 1:43,74 Minuten an den vierten Platz der aktuellen Weltjahresbestenliste. Daniel Komen (KEN) distanzierte auf den abschließenden 5000 Metern den Spanier Enrique Molina in 13:04,43 Minuten um über 14 Sekunden und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen. 

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