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Internationales Meeting in Cottbus

Philipp siegt über 100 Meter

Diskuswerfer Kruger stellt mit 68,13 Metern Bestleistung auf

23.08.00 (fc/rk) Cottbus ist eher eines der beschaulichen Meetings unter den deutschen Sportfesten. Trotzdem konnte die Veranstaltung in ihrer elften Auflage bei gutem Wetter wieder rund 7500 Zuschauer und einige Topathleten in das Sportzentrum locken. Diskuswerfer Frantz Kruger aus Südafrika sorgte mit 68,13 Metern für die international wertvollste Leistung. Aus deutscher Sicht konnte Andrea Philipp als Siegerin über 100 Meter die Erwartungen erfüllen.

Der Südafrikaner Frantz Kruger („Ich bin auf dem richtigen Weg für Sydney“) nutzte die Gelegenheit, um sich mit 68,13 Metern den Sieg zu holen und eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen. Jürgen Schult wurde hinter Weltmeister Anthony Washington mit 62,38 Metern nur Fünfter.

Über 100 Meter konnte sich Andrea Philipp in 11,31 Sekunden gegen die internationale Konkurrenz um Mercy Nku (NIG) durchsetzen. Bei den Männern siegte der US-Amerikaner Jeff Laynes in mäßigen 10,39 Sekunden. Auf der Stadionrunde besiegte Avard Moncur (BAH) in 45,04 Sekunden Leverkusen-Sieger Davian Clarke (JAM).

Im Hürdensprint überraschte Jerome Crews als Sieger in 13,62 Sekunden vor Derek Knight (USA), Krzysztof Mehlich (POL) und Claude Edorh (D). Oldie Tony Dees wurde hingegen seiner Favoritenrolle nicht gerecht (14,50 sec). Der US-Amerikaner scheint nun doch seinen vielen Starts in diesem Jahr Tribut zu zollen.

Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss (D) war enttäuscht von ihrer Leistung. Sie fühlte sich nicht sonderlich gut und bezeichnete ihre Weite von 19,63 Metern als indiskutabel. 

Die kurzfristig angereiste Schweizerin Anita Weyermann wollte über 800 Meter weiter Anschluss an das internationale Niveau finden. Den Ton gaben aber andere an. Linda Kisabaka (D) behielt in 2:00,82 Minuten die Oberhand über Laetitia Vriesde aus Surinam und meinte nach dem Lauf: „Ich bin sehr zufrieden.“ Weyermann, in diesem Jahr vom Pech verfolgt, trudelte als Letzte ins Ziel (2:09,26 min). 

US-Boy Tye Harvey (5,70 m) gewann das Stabhochspringen und besiegte Tim Lobinger (5,50 m), der noch in Brüssel und Berlin bei den Golden-League-Meetings antreten wird und dort eine Höhe von 5,90 Metern anpeilt. Bei den Frauen meisterte Nicole Humbert 4,35 Meter, während Yvonne Buschbaum nach übersprungenen 4,30 Metern „hängenblieb“. Humbert versuchte sich anschließende vergeblich am deutschen Rekord von 4,51 Metern. Die WM-Dritte Tatiana Grigorieva (AUS) und Elmarie Gerryts (RSA) stiegen verletzt aus. Im Speerwerfen musste sich Boris Henry als bester deutscher Vertreter mit 81,96 Metern ebenfalls geschlagen geben. Hier warf der Kubaner Emeterio Gonzalez einen Meter weiter. 

Romy Kretzschmar besuchte für das Leichtathletik-Online-Magazin
das Lausitz-Meeting in Cottbus

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