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Internationales Meeting in Hamburg

Stolle und Schumann überzeugen

Unbeständiges Wetter verhinderte bessere Leistungen

03.09.00 (fc) Den widrigen äußeren Bedingungen trotzten im Hamburger Hammerpark vor allem Nils Schumann, der über 1000 Meter unter 2:20 Minuten blieb, und Michael Stolle, der das Stabhochspringen mit 5,70 Metern gewann. Für fast alle Athleten war es der letzte Test auf deutschem Boden vor den Olympischen Spielen. Das beste deutsche Feld in der Geschichte des Meetings bescherte den Zuschauern in familiärer Atmosphäre Stars zum Anfassen, die sich sichtlich wohl fühlten.

Teils böigen Winden und einer Temperatur von nur 16 Grad blickten die Aktiven an der Elbe ins Auge. Schwer taten sich unter diesen Voraussetzungen vor allem die Stabhochspringer, die dennoch beachtliche Leistungen ablieferten. Der Leverkusener Michael Stolle meisterte so in langer Hose und mit verkürztem Anlauf 5,70 Meter. Wie er das geschafft hatte, wusste er selbst nicht so recht: „Ich bin einfach gesprungen.“ Zehnkämpfer Stefan Drews (D) glänzte mit einer neuen Bestleistung von 5,50 Metern. Sein Kollege Mike Maczey erreichte bei seinem Olympiatest ebenfalls gute 5,20 Meter.

Der Berliner Weitspringer Kofi Amoah Prah erzielte 7,93 Meter und war damit nicht so recht zufrieden. „Ich werde in Sydney versuchen, wieder acht Meter zu springen“, kündigte er an. Bei den Frauen strahlte die Siegerin Susen Tiedtke, nachdem sie im letzten Versuch noch eine Weite von 6,54 Metern fixiert hatte: „Der Wettkampf hat riesig Spaß gemacht.“ Standesgemäß gewann Amewu Mensah mit 1,88 Metern den Frauen-Hochsprung.

Marc Blume kam über 100 Meter in 10,30 Sekunden nur auf den dritten Platz. Nach einer Regenerationsphase möchte er bei den Olympischen Spielen die 10,20 Sekunden unterbieten. Über 400 Meter war bei den Frauen bis auf Grit Breuer die aktuelle nationale Spitze am Start. Hier bezwang die im Juli eingebürgerte Florence Ekpo-Umoh in 52,00 Sekunden Uta Rohländer-Fromm. Hürdenläuferin Ulrike Urbansky (53,22 sec) ärgerte sich etwas über die schlechten Bedingungen, nachdem sie sich mit einer guten Zeit auf der Flachstrecke für einen Start in der 4×400-Meter-Staffel empfehlen wollte. Immerhin war sie aber schneller als Birgit Rockmeier und Shanta Ghosh. Linda Kisabaka besiegte über 800 Meter in 2:03,38 Minuten die Magdeburgerin Ivonne Teichmann (2:03,57 min). 

Mit neuer, schnittiger Frisur machte sich Europameister Nils Schumann auf die 1000 Meter. Er gestaltete diesen Härtetest souverän und lief in 2:19,14 Minuten eine akzeptable Zeit. Bei besserem Tempo am Anfang wäre auch eine neue Bestleistung möglich gewesen, meinte der 800-Meter-Spezialist. 

Lothar Gunkel besuchte für das Leichtathletik-Online-Magazin
das Meeting im Hamburger Hammerpark

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