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Olympische Sommerspiele in Sydney

Drei Staffel-Olympiasiege für USA

Bahamas überraschen die US-Sprinterinnen

30.09.00 (fc) Traditionsgemäß stehen die Staffelbewerbe zum Ende der Leichtathletik-Wettkämpfe auf dem Programm. Die USA waren in Sydney die dominierende Nation in den vier Läufen. Lediglich die Sprinterinnen vergeigten ihre Goldchance und mussten sich mit Bronze hinter den Bahamas und Jamaika begnügen. Marion Jones, die sich in der 4×400-Meter-Staffel hervorragend verkaufte, fährt mit drei Goldmedaillen nach Hause. Maurice Greene freute sich über sein zweites Gold. 

US-Sprinterinnen von den Bahamas besiegt
Die US-Sprintstaffel der Frauen hatte über 4×100 Meter keine Chance. Marion Jones wurde mit deutlichem Rückstand auf die letzten 100 Meter geschickt, so dass sie lediglich noch den dritten Platz herauslaufen konnte. Nicht überraschend kam der Sieg der Bahamas, die ein exzellentes Rennen auf die Bahn legten und in 41,96 Sekunden auf der Zielgerade gegen Jamaika durchsetzten. Die DLV-Staffel kam in 43,11 Sekunden als Sechste ins Ziel. 

Zweites Gold für Maurice Greene
Als haushohe Favoriten gingen die US-Boys in die 4×100 Meter und sie machten es wesentlich besser als ihre weiblichen Kolleginnen. Das Staffelholz wurde problemlos übergeben, Maurice Greene ging als Führender auf den letzten Abschnitt und baute den Vorsprung zu einer Zeit von 37,61 Sekunden weiter aus. Dahinter setzte sich Brasilien im Kampf um Silber gegen die Kubaner durch. Mit den üblichen Jubel- und Muskelposen ließen sich die US-Amerikaner auf der Ehrenrunde von den Fans feiern. „Wir gehen mit Gold nach Hause. Da kann man nicht glücklicher sein“, jubelte der „durchgeknallte“ Jon Drummond.

Marion Jones besticht in siegreicher 4×400-Meter-Staffel
Den Abschluss des achten Leichtathletik-Tages bildeten die beiden 4×400-Meter-Staffeln. Für Marion Jones, die so gut wie nie über die Stadionrunde läuft, ging es dabei um ihr drittes mögliches Gold, nachdem sie sich irgendwann mal fünf Siege in Sydney zum Ziel gesetzt hatte. Jamaika und die USA übergaben in der Führung zum ersten Mal den Stab und setzten sich als Duo auf der zweiten Runde ab. Marion Jones ging als Erste auf die Strecke. Das Feld schob sich hinter ihr wieder zusammen. Nigeria und Russland hatten aufgeschlossen. Jones lief aber hervorragende 400 Meter und setzte sich deutlich ab. Mit bequemer Führung lief LaTasha Colander-Richardson dem Sieg entgegen. Jamaika und Russland kämpften um Silber. Cathy Freeman war Fünfte und konnte die erhoffte Medaille für Australien nicht mehr greifen. Die USA gewannen in 3:22,63 Minuten vor Jamaika und Russland.

Drittes US-Gold nur Formsache
Wer soll die USA schlagen? Fast eine rhetorische Frage bei den 4×400 Metern, die keiner Antwort bedarf. Alvin Harrison ging als Erster auf die Strecke. Auf der Schlussgerade gab er noch einmal richtig Gas, ehe er an Antonio Pettigrew übergab. Hinter den USA liefen Bahamas und Jamaika. Calvin Harrison baute die Führung weiter aus. Michael Johnson „trommelte“ somit ungefährdet der Goldmedaille entgegen. 2:56,35 Minuten war die Siegerzeit. Bahamas verlor auf den letzten Metern eine Medaille. Nigeria schob sich mit Enefiok Udo-Obong in neuem Afrikarekord von 2:58,68 Minuten vor den Jamaikanern noch auf den zweiten Rang.

Bericht zu den restlichen Entscheidungen des 8. Tages

– Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik –

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