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Hallen-Meeting in Madrid

Lobinger und Drechsler siegten in Spanien

Sevatheda Fynes läuft Weltjahresbestleistung über 60 Meter

16.02.00 (fc) Bevor sich die Hallensaison so langsam ihrem Ende entgegen neigt, stehen in dieser Woche noch mehrere hochkarätige Veranstaltungen auf dem Plan. In Madrid, das ganz im Zeichen der Sprint- und Sprungbewerbe stand, stellten sich auch Heike Drechsler und Tim Lobinger vor, wobei es vor allem für die Weitspringerin darum ging, im Hinblick auf den möglichen Start bei der Hallen-EM ihre Form zu überprüfen.

Dabei traf Heike Drechsler unter anderem auf die Weltjahresbeste Olga Rubljova. Weltmeisterin Niurka Montalvo (SPA) musste ihren Start wegen einer Verletzung absagen. Heike Drechsler entschied den Wettkampf durch eine Weite von 6,64 Metern, im zweiten Versuch erzielt, für sich.

Jason Gardener meldete mit lockeren 6,50 Sekunden im 60-Meter-Vorlauf bereits seine Ansprüche an, die er mit 6,48 Sekunden im Endlauf eindrucksvoll untermauerte. Knapp ging es hinter ihm zwischen dem stark gestarteten Kubaner Freddy Mayola und Ato Boldon zu. 

Ivan Pedroso legte im ersten Sprung eine Weite von 8,33 Metern vor und hatte damit den Sieg schon unter Dach und Fach gebracht. Der WM-Dritte Gregor Cankar kam erst zum Ende in Schwung. Mit 8,09 Metern konnte er allerdings im letzten Sprung den 20jährigen Luis Meliz nicht mehr überflügeln.

Tim Lobinger ging in einer starken Konkurrenz bei 5,71 Metern in Führung. US-Boy Jeff Hartwig zog in einem sehr guten dritten Versuch nach. Lobinger egalisierte im weiteren Verlauf des für ihn erfolgreichen Zweikampfs die deutsche Jahresbestleistung von Michael Stolle, der in Meckenheim 5,81 Meter überquert hatte. Dritter wurde Rückkehrer Rodion Gataullin mit 5,50 Metern.

Anier Garcia traf über 60 Meter Hürden auf die bekannten Konkurrenten Tony Dees und Yoel Hernandez, mit denen er zuletzt von Wettkampf zu Wettkampf tingelte. Dabei kam die Anspannung auf der schnellen Bahn bereits durch von den Favoriten verursachte Fehlstarts zum Ausdruck. Tony Dees gelang anschließend der erste Sieg über Garcia, der nicht so recht in die Gänge und nur als Dritter ins Ziel kam. Der Amerikaner musste sich jedoch den ersten Platz mit Garcias Landsmann Hernandez bei 7,40 Sekunden teilen.

Das Frauenfeld stand den Männern in keinster Weise nach. Das Duell zwischen Kim Carson und Michelle Freeman ging für die Siegerin Carson (7,82 sec) allerdings böse aus, da sie im Zielauslauf stürzte und nur noch humpelnd das Weite suchen konnte. Hinter ihrem Start am Freitag in Chemnitz steht somit ein dickes Fragezeichen.

Bei den 60 Metern deutete alles auf eine Auseinandersetzung zwischen der Weltjahresbesten Sevatheda Fynes (BAH), Inger Miller (USA) und der Griechin Ekaterini Thanou hin. Fynes behielt in der mit Spannung erwarteten Auseinandersetzung in der Weltjahresbestleistung von 7,01 Sekunden die Oberhand vor Thanou und Liliana Allen (MEX). Inger Miller hatte als Vierte nichts zu melden.

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