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Marathon-Wochenende

Es geht Schlag auf Schlag

Läuferasse in London, Rotterdam, Hamburg und Boston im Fernduell

13.04.00 (fc) Am kommenden Wochenende geht es Schlag auf Schlag! Vier der großen Marathons stehen innerhalb von zwei Tagen auf dem Programm. Während am Sonntag, 16. April, London, Rotterdam und Hamburg konkurrieren, gibt es am Montag beim legendären Boston-Marathon den Nachschlag. 

Der Lauf in London mit über 30.000 Aktiven zieht bereits jetzt alle in seinen Bann. Das Feld ist kaum mehr zu toppen und wird angeführt vom Inhaber der Weltbestzeit, Khalid Khannouchi. Der Noch-Marokkaner, der auf eine seine baldige Einbürgerung in den USA hofft (wir berichteten), konnte vor kurzem beim Halbmarathon in Lissabon noch keine Akzente setzen, bereitete sich aber danach in Spanien intensiv auf den Auftritt in London vor. Als seine härtesten Konkurrenten zählen Olympiasieger Josia Thugwane (RSA),  Vorjahressieger Abdelkader El Mouaziz (MAR) und der Portugiese Antonio Pinto. Fast noch offener ist das Rennen bei den Frauen. Auch hier tritt die Inhaberin der Weltbestzeit, Tegla Lorupe (KEN), an. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Joyce Chepchumba, die im Vorjahr das Rennen gewann, muss sie vor allem auf Cross-Weltmeisterin Derarta Tulu (ETH), Europameisterin Manuela Machado (POR), Fernanda Ribeiro (POR), die ihr Marathondebüt gibt, und die starke Rumänin Lidia Simon achten. Für Spannung ist auf der Jagd nach der Weltrekordprämie von 230.000 Dollar gesorgt.

Anders sind die Vorzeichen in Hamburg. Hier wird die maximale Starteranzahl von 16.300 antreten. Die deutschen Vorzeigeläufer Carsten Eich und Katrin Dörre-Heinig haben bereits ihre Olympiatickets in der Tasche und nutzen den Marathon in der Hansestadt als Zwischenstop. Aussichtsreiche Kontrahenten der beiden sind Tendai Chimusasa (ZIM) und Esther Barmasei (KEN).

In Rotterdam tritt zeitgleich der Cottbuser Stephan Freigang an, der noch die Norm für Sydney unterbieten muss. Weitere deutsche Starter sind unter anderem Martin Strege und Claudia Dreher. Den Sieg sollten jedoch Tesfaye Tola (ETH), Worku Bikila (ETH) und die Kenianer um Sammy Korir unter sich aus machen. Bei den Frauen gelten Susan Chepkemei und Esther Wanjiru (beide Kenia) als favorisiert.

Während diese Athleten am Montag schon wieder ihre Blessuren von den 42,195 Kilometern auskurieren, haben in Boston beim ältesten Marathon der Welt noch 20.000 Sportler die lange Strecke vor sich. Hier duellieren sich Olympiasiegerin Fatuma Roba (ETH), Elana Meyer (RSA) und die schnelle Rumänin Anuta Catuna im Fernduell mit der restlichen Weltelite, die am Vortag in London am Start war. Bei den Männer gehen die schnellen Kenianer um Moses Tanui mit der Favoritenrolle ins Rennen.

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