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New York City-Marathon

Welche Reserven hat Loroupe?

Kagwe und Silva haben Chancen auf dritten Sieg in New York

03.11.00 (fc) Am Sonntag feiert der New York City-Marathon, der durch fünf verschiedene Stadtteile der US-Metropole führt, sein 25. Jubiläum. In der Zeit explodierte die Zahl der Teilnehmer von 2.000 auf mittlerweile über 30.000 Aktive, die sich durch die Straßen New Yorks drängeln. Wenn am Fuße der Verrazano-Narrows Bridge der Startschuss fällt, ist die Inhaberin der Weltbestzeit, Tegla Loroupe, mit dabei.

Dass der in Deutschland stationierte Lauffloh allerdings vom kenianischen Verband nicht für die Halbmarathon-Weltmeisterschaft am 12. November nominiert wurde, ist ein deutlicher Fingerzeig. Die Vielstarterin bestritt in diesem Jahr etliche Wettkämpfe auf hohem Niveau. Zuletzt nahm sie am Great North Run in Newcastle teil und kam dort hinter der überlegenen Britin Paula Radcliffe als Zweite ins Ziel. Bei den Olympischen Spielen versuchte die Kenianerin gleich zweimal ihr Glück. Aber sowohl im Marathon als auch auf den 10.000 Meter ging sie leer aus. Gesundheitliche Probleme hatten ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht und sie war nicht in der Form, in der sie ihre starken Konkurrentinnen in die Schranken hätte weisen können. Obwohl sich Loroupe schnell regeneriert, stellt sich die Frage, welche Reserven sie noch mobilisieren kann. Am Sonntag kommt mit der 24jährigen Margaret Okayo eine starke Mitstreiterin aus der eigenen Heimat, die eine Bestzeit von 2:26:00 Stunden vorzuweisen hat und in der Marathonszene längst zu den beachteten Namen zählt. Fit fühlt sich auch die Japanerin Yuko Arimori, die sich in dieser Woche mit der Strecke vertraut machte. Mit nur einem Marathon in diesem Jahr hat die zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin mit ihren Kräften hausgehalten. Nicht weniger zum Favoritenkreis zählen außerdem Vorjahressiegerin Adriana Fernandez (MEX), Kerryn McCann (AUS) und Franca Fiacconi (ITA).

Bei den Männern wird der Titelverteidiger Joseph Chebet fehlen. Nach einer Krankheit musste er auf mehrere Wochen Training verzichten. Diesen Rückstand, der ihn zur Absage zwang, konnte er nicht mehr rechtzeitig wett machen. Nun gehen John Kagwe (KEN), der mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden ist, und German Silva (MEX) als Favoriten auf die Strecke. Beide haben bereits zweimal als Sieger abgeschlossen. Mit Spätzünder Japhet Kosgei will ein anderer dafür sorgen, dass es den vierten Erfolg Kenias in New York in Folge gibt. Durch die Streichung aus dem Olympiaaufgebot hat der Tokio-Sieger eine zusätzliche Motivation, um beim bedeutendsten Marathonevent zu überzeugen. Mit dem früheren Olympiasieger Josia Thugwane (RSA) und dem Marokkaner Abdelkader El Mouaziz bewerben sich zwei weitere Hochkaräter um den Sieg, für den die Kenianer Simon Bor, Shem Kororia und Elijah Korir als Geheimtipps zählen.

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