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Cross-Weltmeisterschaft in Vilamoura (2. Tag)

Mourhit schlägt Tergat Schnippchen

Kutre Dulecha gewinnt Foto-Finish vor Quaziz und Ngotho

19.03.00 (fc) Äthiopiens Frauen haben nach dem gestrigen Sieg von Derarta Tulu durch Kutre Dulecha beim Rennen über die Kurzstrecke auch den zweitel Titel geholt. Dabei ging es denkbar knapp her, denn alle drei Medaillengewinnerinnen waren zeitgleich. Das Zielfoto wies jedoch Dulecha vor Zahra Quaziz (MAR) und Margaret Ngotho (KEN) als Siegerin aus. Eine Sache von Sekunden war auch der 12-Kilometer-Lauf der Männer. Der Belgier Mohammed Mourhit konnte auf den letzten Metern Assefa Mezgebu (ETH) und den favorisierten Kenianer Paul Tergat, der sich mit Bronze zufrieden geben musste, in Schach halten.

Die portugiesischen Zuschauer hatten auf Carla Sacramento gehofft. Am Ende reichte es nur zu einem siebten Rang mit zwölf Sekunden Rückstand auf die vordersten Plätze, die sich mit exakt 13 Minuten Dulecha, Quaziz und die überraschend starke Ngotho aufteilten. Paula Radcliffe (GBR) hatte im spannenden Sprint um die Medaillen das Nachsehen und schrammte mit nur einer Sekunde Rückstand als unglückliche Vierte an den Medaillen vorbei. Die deutschen Vertreterinnen zogen sich mehr als achtbar aus der Affäre. Unter 121 Starterinnen platzierte sich Irina Mikitenko (13:31 min) auf dem 19. Rang, Kristina Da Fonseca-Wollheim (13:37 min) auf 32 und Luminita Zaituc (13:38 min) auf Platz 35. In der Mannschaftswertung, die überraschend die Portugiesinnen gewannen, folgten sie als Achte dem Beispiel der DLV-Männer vom Vortag. Schwer enttäuscht hat in Vilamoura die Schweizer Vorzeigeläuferin Anita Weyermann, die mit 1:41 Minuten Rückstand erst als Hundertste das Ziel erreichte.

Paul Tergat wollte den sechsten Cross-WM-Titel in Folge in seine Erfolgsbilanz einreihen, womit er in die Annalen eingezogen wäre. Diese Pläne durchkreuzte ihm der in Marokko geborene Belgier Mohammed Mourhit, der ihn, seinen Landsmann Patrick Ivuti und Assefa Mezgebu in einer engen Entscheidung – die vier Läufer trennten nur drei Sekunden – auf die Plätze verwies. Damit hatten die Kenianer, die in diesem Rennen mehrere Goldaspiranten an den Start schickten, eine bittere Pille zu schlucken. Die Plätze drei bis sieben trösteten nur wenig über den verpassten Titelgewinn hinweg.

162 Junioren-Läufer machten den Nachwuchstitel unter sich aus. Dabei landeten auf den ersten zehn Plätzen nur Athleten aus Kenia, Tansania und Äthiopien. Es gewann der Kenianer Robert Kipchumba vor drei Landsleuten.

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