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Medien-Marathon in München

Michael Kite siegt in Topzeit

Kracher bei Comeback des Münchner Marathons – Jarosz schnellste Frau

15.10.00 (fc) Es gab fast nur strahlende Gesichter beim Medien-Marathon in München. Auch und vor allem bei den Verantwortlichen. Diese hatte nämlich der Kenianer Michael Kite mit einer exzellenten Zeit von 2:09:46 Stunden in fassungsloses Staunen versetzt. Kein Wunder also, dass richtige Freudensprünge im Zielbereich und fassungsloses Kopfschütteln zu erleben waren. Die schnellste Frau kam mit Elsbieta Jarosz aus Polen. Nach vier Jahren Pause fand wieder ein Marathon in München statt und soviel ist sicher: besser hätte es für den Veranstalter nicht laufen können! „Wir haben heute einen unglaublich schönen Tag erlebt“, resümierte auch entsprechend zufrieden Macher Gernot Weigl.

Von Beginn an war klar, dass die Afrikaner den Sieg unter sich ausmachen würden. Bereits vom Start weg nahmen sie das Tempo der Pacemaker um James Tanui, der lange Zeit führte, an. Rasch formierte sich eine Spitzengruppe, die ausschließlich aus dunkelhäutigen Läufern bestand und sich geschlossen am Marienplatz präsentierte. In der vorentscheidenden Phase ab Kilometer dreißig setzten sich später die beiden Kenianer Michael Kite und Joel Sankale ab und arbeiteten gut zusammen. Die zweite Hälfte wurde sogar schneller gelaufen aus die erste. Kite, der beim diesjährigen Triest-Marathon sein erfolgreiches Debüt gab, pulverisierte seine persönliche Bestleistung von 2:13:22 Stunden. In 2:09:46 Stunden fixierte er eine Zeit unter 2:10 Stunden, die ihm insgesamt 37.000 Mark Preisgeld einbrachte und die er selbst nicht erwartet hatte. „Es war keine leichte Strecke“, stellte er nachher fest. Damit gelang den Organisatoren in München ein unerwarteter Coup! Die ersten acht Plätze gingen an afrikanische Läufer, auf Rang elf folgte mit Hendrik Simon in 2:27:09 Stunden der schnellste Deutsche. Christoph Kopp vom Veranstalter stellte fest: „Die Herren haben einen internationalen Maßstab gesetzt.“

Auf Weltrekordkurs befindet sich der Italiener Giorgo Calcaterra, der in München als bester Europäer zum neunten Mal unter 2:20 Stunden lief und die Weltbestmarke von 12 Läufen in diesem Bereich innerhalb eines Jahres heuer noch brechen möchte. In einer Woche läuft er bereits sein nächstes Rennen in Venedig. 

Die Polin Elsbieta Jarosz wurde als letztjährige Gewinnerin des Köln-Marathons ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie hatte sich bereits früh mit der Äthiopierin Meseret Kotu abgesetzt und lief schließlich in 2:37:33 Stunden einem ungefährdeten Sieg entgegen. Die routinierte Maria Bak (D) wurde hinter der Äthioperin in 2:51:40 Stunden Dritte. „Von dem Platz bin ich überrascht, aber mit der Zeit bin ich nicht zufrieden“, so Bak, die vor vier Jahren gewonnen hatte und vor allem wegen der „Gaudi“ startete und der Männerzeit ihre Bewunderung aussprach.

In einem starken Inline-Feld setzte sich mit Anne Titze vom K2-Team die Favoritin in 1:19:49 Stunden durch, während der Sieg bei den Männern an den Franzosen Pascal Briant (1:15:55 h) ging. „Das Rennen war sehr schnell“, analysierte die Nürnbergerin Anne Titze.

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