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LAC Quelle Fürth/München

Lobinger führt Neuzugänge an

Ludwig Franz hofft im nächsten Jahr auf Sebastian Hallmann

20.12.00 (fc) Ludwig Franz, Geschäftsführer des LAC Quelle Fürth/München, ist mit dem Verlauf der zurückliegenden Saison nicht zufrieden. Karin Ertl und Carsten Eich schafften als einzige Topathleten den Sprung zu den Olympischen Spielen. Mit den Neuzugängen Tim Lobinger, Esther Möller und Ruwen Faller soll nun im nächsten Jahr das Ziel, mindestens fünf LACler zur Weltmeisterschaft zu entsenden, erreicht werden.

„Tim ist ein Profi im Geschäft“, ist sich Franz sicher, dass er mit dem Stabhochspringer einen Athleten verpflichtet hat, der sich der Eigenverantwortung bewusst ist und diese auch trägt. Der Ex-Kölner, der in diesen Tagen von seinem Südafrika-Aufenthalt zurückkehrt, will mehrfach in der Fürther Halle trainieren und auch mit dem Nachwuchs arbeiten. Die Teilnahme an den Bayerischen Hallen-Meisterschaften im Januar ist für den Vielstarter vorgesehen. Damit soll auch die Bindung an seinen neuen Verein symbolisiert werden.

Mit dem 20jährigen 400-Meter-Läufer Ruwen Faller fand kurz vor Ablauf der Wechselfrist ein hoffnungsvoller Nachwuchsathlet den Weg zu den Fürthern. Der Sportsoldat, der in Dortmund trainiert, war bereits länger im Gespräch und ist ein heißer Kandidat für eine WM-Staffel. Ähnliches gilt für die Sprinterin Esther Möller, die bei ihrem Deutschen Meistertitel über 100 Meter ihr Potential einmal mehr eindrucksvoll unterstrich. 

Neben den Neuzugängen müssen sich auch die etablierten Spitzenathleten an einer WM-Teilnahme messen lassen. „An Sebastian Hallmann werden wir im nächsten Jahr viel Freude haben“, ist sich Ludwig Franz sicher. Der Langstreckenläufer, der kürzlich den nationalen Cross-Titel gewann, schnupperte in diesem Jahr schon einmal an die Olympianorm heran. Auf einem guten Weg ist auch 800-Meter-Läufer Nico Motchebon nach seinen gesundheitlichen Problemen. Möglicherweise wird man den ehrgeizigen Berliner bereits in der Halle wieder auf der Laufbahn sehen. Für die beständige Siebenkämpferin Karin Ertl wäre alles andere als ein Ticket nach Edmonton eine Enttäuschung. Franz hofft, dass auch Manuela Priemer und Christian Knoblich auf den Zug aufspringen können.

Marathonläufer Carsten Eich will sich hingegen auf einen starken Herbstmarathon konzentrieren und dort die Qualifikation für die Europameisterschaft 2002 in München unter Dach und Fach bringen. „Die EM im eigenen Land ist für uns ein Hauptthema“, sagt Franz, der auch ein Augenmerk auf den Nachwuchs legt. Zu Hochsprung-Hoffnung Melanie Skotnik stießen mit Dominik Erhardt (800m) und Ursula Neumair (Mehrkampf) zwei weitere Teilnehmer der Junioren-WM in Chile. Ludwig Franz fordert gute Arbeit an der Spitze, damit sich der Nachwuchs entwickeln kann: „Wir wollen die Chancen nutzen und neue Talente im bayerischen Raum entwickeln.“ Mit drei Bundestrainern im Stamm ist die entsprechende Struktur vorhanden, um dem eigenen Anspruch des LAC eines nationalen Spitzenvereins gerecht zu werden.

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