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Deutsche Cross-Meisterschaften

Luminita Zaituc Doppelsiegerin

Jens Borrmann und Andre Green überraschen – Nils Schumann Fünfter


03.03.01 (fc) Die Braunschweigerin Luminita Zaituc wurde bei den Deutschen Cross-Meisterschaften in Regensburg ihrem Ruf als starke Crossläuferin gerecht. Auf Mittel- und Langstrecke holte sich die Braunschweigerin den Sieg. Etwas überraschend kamen hingegen die Erfolge von Andre Green und Jens Borrmann bei den Männern. 800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann zog sich als Fünfter über die Mittelstrecke achtbar aus der Affäre.

Schneefall hatte die Teilnehmer in der Domstadt begrüßt. „Richtiges Cross-Wetter“, sagte die spätere Doppelsiegerin Luminita Zaituc dazu. Beim Aufgalopp setzte sie sich über die 3,9 Kilometer in 14:25 Minuten gegen die Fürtherin Christine Stief (14:28 min) durch. Dabei hatte Melanie Klein-Arndt zwischenzeitlich vergeblich versucht, sich abzusetzen. Etwas klarer fiel der Erfolg auf der Langstrecke aus. In 24:37 Minuten verwies Zaituc Susanne Ritter um sieben Sekunden auf den zweiten Platz. Dritte wurde die Titelträgerin der Juniorinnen, Sabrina Mockenhaupt, bei ihrem zweiten Auftritt an diesem Tag. Dieses Trio hatte sich bereits früh herauskristallisiert, ehe Susanne Ritter attackierte. Das bessere Ende hatte jedoch wieder Zaituc für sich, die nachher meinte: „Nach dem Training hatte ich die Kraft, zwei Strecken zu laufen“.

Bei den Männern überraschte der Leipziger Jens Borrmann, der nach den 3,9 Kilometern allen Grund zum Jubeln hatte. Elf Sekunden Vorsprung auf Guido Streit (12:40 min) lief er sich heraus. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, freute sich Borrmann anschließend. Guido Streit, einer der Gesperrten von Dortmund, sagte: „Die Sperre hatte mich weniger belastet, als ursprünglich gedacht.“ Aber auch an den DLV richtete der Leverkusener eine Botschaft: „Ich denke schon, dass der DLV die größte Schuld daran hat.“ Nils Schumann zog sich als Fünfter achtbar aus der Affäre. „Ich wusste nicht, welchen Platz ich hier machen kann“, so der Olympiasieger zufrieden nach seiner Rückkehr auf die Querfeldeinstrecke. Der Berliner Damian Kallabis platzierte sich vor Matthias Weippert noch auf dem Treppchen. Mit dem Startschuss kehrte reger Betrieb bei den Zuschauern ein. Alle wollten möglichst viel von den Assen und natürlich Nils Schumann erhaschen. Dieser reihte sich zunächst an der siebten Position ein und hielt sich bis zum Ende unter den Verfolgern. Der spätere Sieger Bormann war nach dem Zieleinlauf sichtlich stolz: „Ich hätte nie gedacht vor Nils Schumann zu sein. Ich hatte immer noch erwartet, dass von hinten jemand kommt.“ Doch darin wurde der Leipziger im positiven Sinn enttäuscht.

Über die Langstrecke (zehn Kilometer) setzte sich Nordlicht Andre Green in 32:03 Minuten durch und war auch von dem ersten Platz überrascht. „Ich habe alles gegeben. Dieser Titel hat für mich eine hohe Bedeutung“, zeigte sich Green nach seinem Wettkampf auch sehr zufrieden. Hinter ihm kamen Thorsten Naumann und Sebastian Hallmann ebenfalls erhobenen Hauptes ins Ziel. In der Anfangsphase des Rennens hatte sich rasch eine Zehnergruppe gebildet, die nach und nach weiter auseinander fiel. Aus dem übrig gebliebenen Quartett Green, Hallmann, Mintzlaff und Naumann setzte sich der Wedel-Pinneberger nach und nach ab und brachte letztlich den Meistertitel mit neun Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Einheitlich sprachen alle Starter von einer schwierigen und anspruchsvollen Strecke, die für alle etwas zu bieten hatte. Organisator Kurt Ring von der LG Domspitzmilch Regensburg hatte mit seinem Team aber nicht nur hier gute Arbeit geleistet. Bis ins Detail geplant, wurde die Veranstaltung für alle Beteiligten zu einer interessanten und gelungenen Meisterschaft. Zwar sorgten die Geschehnisse der Woche weiter für reichlich Gesprächsstoff, aber der Sport und die Leistungen der Aktiven standen im Vordergrund.

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