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Deutsche Meisterschaften in Stuttgart

Spannende Duelle kündigen sich an 

Vorschau V: Wer hat die besten Chancen bei den Frauen?


27.06.01 (fc) Es gibt nur wenige klare Favoriten, wenn es um die Titelvergabe am kommenden Wochenende im Stuttgarter Daimler-Stadion geht. In manchen Bewerben bahnen sich spannende Zweikämpfe an, die auch zu großartigen Leistungen verhelfen können. Wir haben die interessantesten Aufeinandertreffen für Sie herausgefiltert und gegenübergestellt.

Sprints und Läufe:
Über 100 Meter bahnt sich ein Duell zwischen Gabi Rockmeier, die in den letzten Wochen mehrfach unter Beweis stellte, dass sie die derzeit schnellste Deutsche sein kann, und Sina Schielke an. Möglicherweise bietet sich über die doppelte Distanz gleich am Sonntag für die Verliererin die Chance zur Revanche. Auf der Stadionrunde führt kein Weg an der Magdeburgerin Grit Breuer vorbei. Zwischen ihr und den Konkurrentinnen liegt derzeit ein Leistungsunterschied von rund einer Sekunde, den es in Stuttgart zu verringern gilt. Eine ähnlich klare Favoritenrolle übernimmt Breuers Trainingskollegin Ivonne Teichmann über 800 Meter. Möglicherweise wird sie auch auf den 1500 Metern starten und die Titelverteidigerin Kathleen Friedrich, die erst am letzten Freitag in die Saison einstieg, herausfordern. Noch nicht vorgestellt in diesem Jahr hat sich die für Stuttgart ebenfalls doppelt gemeldete Kristina Da Fonseca-Wollheim. Die 5000 Meter könnte die junge Sabrina Mockenhaupt in Abstinenz der verletzten Irina Mikitenko nutzen, um weiter nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. 

Hürden:
Kirsten Bolm geht als klare Favoritin auf den 100 Meter Hürden an den Start. Juliane Sprenger kämpfte bislang noch um ihre Form und wird es schwer haben, gegen die große Blonde aus dem hohen Norden zu bestehen. Ähnliches gilt über die längere Strecke für die Leverkusenerin Ulrike Urbansky, die mit gesundheitlichen Problemen kämpft. Ihre frühere Trainingspartnerin Heike Meissner peilt hingegen die WM-Norm von 55,15 Sekunden an, was zum Sieg reichen dürfte.

Staffeln:
Bei den 4×100 Metern ist man fast versucht, der LG Olympia Dortmund standesgemäß die Favoritenrolle zuzuschieben. Die stärkste Konkurrenz kommt vom USC Mainz und der Sporthochschule Köln. Über Bayer Leverkusen führt über 4×400 Meter der Weg zum Titel. Für den USC Mainz und die LG Nike Berlin wird es aber auch hier schwer.

5000m Gehen:
Die bereits für die WM qualifizierte Melanie Seeger trifft auf die vier Jahre jüngere Nachwuchsgeherin Sabine Zimmer und die routiniertere Kathrin Boyde. Der Ausgang auf der kurzen Bahndistanz ist relativ offen.

Sprünge:
Nachdem sich Amewu Mensah und Elena Herzenberg vor dem Sommer mit Verletzungen plagten, kommt die Favoritenrolle im Hochsprung der Europacup-Zweiten Alina Astafei zu. Die Mannheimerin mahnte allerdings schon zur Vorsicht. Es bahnt sich ein spannender Dreikampf an. Ähnlich knapp könnte es bei den Stabakrobatinnen zugehen. Mit Martina Strutz, Annika Becker und Carolin Hingst gab hier in den letzten Wochen die junge Garde den Ton an. Yvonne Buschbaum wird um ihre Titelverteidigung und vor allem ihr WM-Ticket kämpfen müssen. Die besten Chancen auf die Meisterschaft hat Aufsteigerin Hingst. Im Weit- und Dreisprung sind die Rollen klar verteilt. Der Titelgewinn führt über Olympiasiegerin Heike Drechsler und Nicole Herschmann. Mit Inga Leiwesmeier und Katja Umlauft lauern interessante Konkurrentinnen im Schatten.

Würfe:
Nadine Kleinert-Schmitt ist die derzeit beste deutsche Kugelstoßerin. Aber gerade deshalb wird Weltmeisterin Astrid Kumbernuss alles daran setzen, um den Spieß umzudrehen. Ebenso wenig mangelt es im Duell der Vereinskolleginnen Kirsten Münchow und Susanne Keil im Hammerwerfen an Brisanz. Die beiden liegen in Jahresvergleich nur um zwei Zentimeter auseinander. Diskuswurf-Weltmeisterin Franka Dietzsch tankte zuletzt in Bremen wieder Selbstvertrauen und sollte von Anja Möllenbeck nicht zu gefährden sein. Ob im Speerwurf Tanja Damaske (im Aufbau) und Steffi Nerius (Ellenbogenprobleme) gegeneinander antreten, um in Stuttgart den Titel unter sich auszufechten, ist fraglich. Dörthe Friedrich hätte nur bei einem Fehlen beider Top-Athletinnen eine Chance auf den Sieg.

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