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Steeple:  Während Deiner Verletzungspause zum Saisonbeginn hattest Du Dich mit einem Porsche in der Garage verglichen… Steffi Nerius: 
Ja, das hat sich aber auch bewahrheitet. Ich habe heute morgen noch gemeint, vielleicht sage ich nach dem Wettkampf, es war doch nur ein Trabant. Aber es ist doch ein Porsche geblieben. Ich hatte das damals auf die Einstellung bezogen. Man will und man fühlt, dass es noch nicht geht, weil der Arm noch so weh tut. Man will schon Gas geben, aber es ist halt noch das Tor davor.

Steeple: 

Wie sehen Deine nächsten Tage aus? Steffi Nerius: 
Ich werde mich jetzt erst einmal eine Woche kurieren. Wir fahren heute noch nach Kienbaum, um dort eine Woche Trainingslager zu machen. Nach dieser Woche Pflegen geht es direkt von Kienbaum zum Europacup in Bremen. Nach einer weiteren Regeneration stehen schon die Deutschen Meisterschaften an.

Steeple: 

Wie schätzt Du die Situation im Speerwurf momentan ein – national und international? Steffi Nerius: 
In Deutschland sieht es nicht so toll aus. Ich denke, dass Tanja Damaske bei den Deutschen Meisterschaften mitwirft und dort 64 bis 65 Meter erreicht. Davon gehe ich aus. Ansonsten ist es schon ein bisschen traurig, zumal es in den vergangenen Jahren immer vier Athletinnen waren, die um das Ticket gekämpft haben. Es ist natürlich schöner, wenn man diesen Stress nicht hat, aber Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist derzeit nicht unbedingt so. International sieht’s für mich ganz gut aus… (lacht) Die Weltjahresbestleistung liegt bei 66 Metern. Auch die Weiten dahinter sind in dem Bereich, den ich werfen kann. Es ist nicht so, dass die Konkurrenz meterweit entfernt ist. Deshalb ist noch alles im Rahmen.

Steeple: 

Danke für das Gespräch, Steffi.