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Hamburg-Marathon

Die deutsche Marathon-Party

In der Hansestadt schaut alles auf Dörre-Heinig und Eich 

15.04.00 (fc) Wenn am Sonntag weltweit die meisten beobachten, was die internationalen Spitzenläufer beim London-Marathon bieten, feiert zeitgleich Hamburg im Norden Deutschlands ihre ganz eigene Marathon-Party. Der Run nach den Startplätzen kannte keine Grenzen. Unzählige Interessierte wollten eine Startnummer, nur rund 16.000 davon werden sie tragen. 

Obwohl der Hanse-Marathon dem Vergleich mit den Konkurrenten in London und Rotterdam nicht gewachsen ist, so hat speziell aus deutscher Sicht die Veranstaltung einen ganz besonderen Wert. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass mit Carsten Eich und der unverwüstlichen Katrin Dörre-Heinig die beiden derzeitigen Vorzeigeathleten in dieser Disziplin am Start sind. Beide wollen sich auf die Jagd nach neuen Bestzeiten machen und die vielen, vielen Zuschauer am Streckenrand werden das Ihre dazu beitragen. Auch eine geänderte Streckenführung, die speziell auf den letzten Metern vor dem Ziel nicht mehr so fordernd sein soll, gilt als nicht zu unterschätzendes Detail. Drei Tempomacher hat Macher Wolfram Götz an die Elbe geholt. Carsten Eich, der vom Flair des Hanse-Marathons begeistert ist und ihn deshalb der schnelleren Strecke von Rotterdam vorzieht, hofft, dass diese nicht zu aggressiv beginnen und ihm so den Weg zu einer Zeit unter 2:10 Minuten ebnen werden. Der Zweite des Vorjahres muss sich bei diesem Unterfangen allerdings erst mal mit dem Russen Dmitri Kapitonov, dem Kenianer Wesley Chelule und dem in Deutschland hinlänglich bekannten Tendai Chimusasa (ZIM), der vor zwei Jahren gesiegt hatte, auseinandersetzen.

Bei den Frauen hingegen scheint der Sieg von der 38jährigen Katrin Dörre-Heinig vorprogrammiert. Ihr wird der Start durch eine Antrittsgage von 80.000 Mark versüßt. Wie Carsten Eich hat auch sie das Olympia-Ticket schon längst in der Tasche und kann an der Elbe locker anlaufen. Gerade deshalb möchte sie unbedingt den dritten Hamburg-Marathon-Titel in Folge unter Dach und Fach bringen. Auf die Zuschauer, die wie immer die Höchstleistungen der Athleten mit großen Augen bestaunen und beklatschen werden, kann die Leipzigerin zählen. Die Party in Hamburg kann beginnen!

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