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Saison 2001

Grit Breuer wieder hoch im Kurs

Nach geglücktem Comeback zurück in die Weltspitze


13.06.01 (fc) „She’s back“, heißt das Lied von Ivee Leon, das Grit Breuer gewidmet ist und es nun auch auf www.gritbreuer.de im Online-Shop zu kaufen gibt. Zurück ist die Magdeburgerin wirklich. Zwei 400-Meter-Rennen bislang, zwei Siege, das WM-Ticket gebucht. Es war das Comeback in der deutschen Leichtathletik in den letzten Tagen.

Da ist es ganz normal, dass die Läuferin wieder hoch im Kurs steht. Samstag das Rennen beim DLV-Meeting in Dortmund – in 51,20 Sekunden abgehakt. Mit dem ersten Teil des Rennens war sie dennoch nicht so ganz zufrieden. Am Abend stand ein Auftritt beim ZDF-Sportstudio auf dem Programm. Mit einem Treffer an der Torwand hatte es wieder nicht geklappt. Egal, der nächste Wettkampf stand schon vor der Tür. Nämlich am Sonntag in Osnabrück-Gretesch. Dort stellte sie sich auch der Sprintstaffel zur Verfügung, ehe sie über 200 Meter in 23,20 Sekunden als Dritte ins Ziel kam. „Wettkampf ist das beste Training“, sagt die 29jährige, für die es nach dem Gastspiel bei der WM-Qualifikation gleich weiter nach Hamburg ging. Zum NDR. Wieder ein Fernsehauftritt, diesmal im Dritten. Grit Breuer ist zurück und gefragt wie zu ihren besten Zeiten.

Dabei waren die Wochen und Monate vor ihrem Comeback alles andere als einfach. Das 400-Meter-Finale bei den Olympischen Spielen in Sydney musste sie frisch operiert im Liegen am heimischen Fernseher miterleben. „Das hat total geschmerzt“, gesteht die zweifache Europameisterin, die danach auf die Zähne biss. „Damals waren wir am Nullpunkt angelangt“, blickt Trainer und Lebensgefährte Thomas Springstein zurück auf die Zeit unmittelbar nach der kombinierten Knie- und Rückenoperation, die für eine Fortsetzung der Leichtathletik-Karriere notwendig geworden war. Denn es gab schon damals ein Ziel, gerade als sie nicht in „Down Under“, sondern zuhause in Deutschland war: „Die Olympischen Spiele werde ich noch einmal erleben.“ 2004 in Athen.

Zunächst einmal geht es aber darum, sich in die Weltspitze zurückzukämpfen. Grit Breuer ist auf dem besten Weg dazu. Mit ihren 50,88 Sekunden von Jena reihte sie sich bereits in der Weltjahresbestenliste in den Top Ten ein und übernahm, quasi standesgemäß, die Pole Position in Deutschland auf der Stadionrunde. Im WM-Finale von Edmonton will sie in diesem Jahr stehen. Das ist das, was sie erreichen möchte und auch erreichen kann. „Es ist sehr gut angelaufen“, ist Breuer auch selbst zufrieden und der Blick richtet sich bereits auf die Europameisterschaft 2002 in München. Dort tritt sie als Titelverteidigerin an. Wer den Ehrgeiz von Grit Breuer auch nur erahnen kann, braucht gar nicht danach zu fragen, was das bedeutet!

Erleben kann man Grit Breuer live am Mittwoch (13.6.) in Kassel und am Sonntag (17.6.) in Nürnberg. Von beiden Meetings berichten wir topaktuell via Live-Ticker…

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