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Deutsche Meisterschaften in Stuttgart

Freude in der DLV-Führungsetage

Auflösung über Nominierungen am Mittwoch – Stuttgart Top-Standort

03.07.01 (up) DLV-Präsident Clemens Prokop stellte am Ende der Deutschen Meisterschaften in Stuttgart zufrieden fest: „Der deutschen Leichtathletik geht es gut.“ Er blicke mit Freude und Genugtuung auf die Wettkämpfe zurück, da die Leichtathletik sich in Stuttgart – allen Unkenrufen und aller Häme zum Trotz – bewiesen habe. In vielen Disziplinen sei ein Aufbruch zu erkennen, auch seien die jungen Athleten „reingewachsen“. 

Außerdem waren die durchschnittlichen Leistungen – so Prokop weiter – in Stuttgart höher als im Jahr zuvor in Braunschweig. Der DLV fährt also optimistisch nach Sydney, mit einer Mannschaft die in etwa so stark ist wie in Sydney. Der Präsident dankte den Stuttgarter Veranstaltern für die tollen Meisterschaften und lobte das schwäbische Publikum für seinen Sachverstand und die Begeisterung. Stuttgart habe sich als 1A-Leichtathletikstandort in Deutschland empfohlen.

Junge Athleten nutzten ihre Chancen – Schritt nach vorne

Rüdiger Nickel, Vize-Präsident Leistungssport, der nach Prokop das Wort ergriff, zog ebenfalls ein positives Resümee. Viele junge Athleten hätten ihre Chancen in Disziplinen genutzt, wo die etablierten Athleten wegen Verletzungen oder aus anderen Gründen nicht angetreten waren. Damit sei ein wesentlicher Schritt nach vorne gemacht. Die Lücke zwischen Topathleten und dem Nachwuchs sei geschlossen worden bzw. geringer als früher. Dennoch gibt es auch Sorgenbereiche, wie etwa die 800 und 1500 Meter und den gesamten Wurfbereich, wo keine Nachwuchsathleten hinter den etablierten Topathleten nachkommen. Bezüglich der Mannschaftsstärke wollte sich Nickel nicht auf eine Zahl festlegen lassen, er rechne mit einer ähnlich starken Mannschaft wie in Sydney.

Rüdiger Nickel hielt Nominierungskarten noch verdeckt

In diesen Tagen wird über die noch offenen Nominierungen entschieden und das Ergebnis am Mittwoch morgen bekannt gegeben. Nickel bestätigte, dass der DLV überlege, einigen Athleten einen nachträglichen Leistungsnachweis einzuräumen. Außerdem stehen noch die U23-Europameisterschaften aus, bei denen die Medaillengewinner auch für Edmonton unter Berücksichtigung der IAAF-Norm nominiert werden können. Über die Männer-Staffeln denke der DLV ebenfalls intensiv nach. Konkret auf die Fälle Kathleen Friedrich, Wolfram Müller, Martin Buss und Kirsten Bolm angesprochen, wich Nickel aus. Man wolle die Pluspunkte, die die Athleten durch ihre Leistungen in Stuttgart gesammelt hätten, bei der Entscheidung berücksichtigen, vor allem wenn „erhebliche Leistungsanteile für die Medaillenausbeute in Edmonton zu erwarten sind.“ Also – abwarten bis Mittwoch und Daumen drücken!