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Cross-Weltmeisterschaft in Vilamoura (1. Tag)

Tulu bezwingt Favoritin Wami

Kenia-Dominanz bei den Männern über die Kurzstrecke

18.03.00 (fc) Viele hatten den Äthiopiern Million Wolde und Hailu Mekkonen beste Chancen auf den Cross-WM-Titel über die Kurzstrecke eingeräumt. Rasch wurden sie jedoch von den Kenianern eines Besseren belehrt und am Ende holte sich John Kibowen den ersten Platz. Bei den Frauen stellte sich die Situation über die acht Kilometer anders dar. Auf den ersten drei Runden machten überwiegend die Kenianerinnen die Pace. Der Sieg ging aber an Derarta Tulu aus Äthiopien, die mit sechs Sekunden Vorsprung vor Gete Wami gewann.

Die kenianischen Läufer ließen von Beginn an keine Zweifel daran aufkommen, dass der Kampf um die Medaillen über sie führt. Zwischenzeitlich kristallisierten sich nicht die Äthiopier, sondern die Marokkaner Ezzine und El Wardi als vorübergehend härteste Konkurrenten heraus. Nach gut der Hälfte verschärfte Paul Koskei das Tempo. Letztlich war klar, wer die Medaillen unter sich ausmachen sollte und jeder der drei führenden Kenianer lief von nun an für sich. Im Zielsprint war ausgerechnet John Kibowen, der im letzten Jahr verletzungsbedingt keinen Wettkampf bestreiten konnte, der Schnellste und verwies in 11:11 Minuten Sammy Kipketer (11:12 min) und Paul Koskei (11:15) auf die Plätze. Hailu Mekkonen wurde Sechster, sein Landsmann Wolde enttäuschte als Fünfzehnter auf der ganzen Linie. Bester Europäer war erwartungsgemäß Sergej Lebed (UKR) mit einem zehnten Platz. Die deutschen Vertreter hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Damian Kallabis (27.) und Sebastian Hallmann (30.) gaben die beste Figur ab und legten den Grundstein für den achten Rang in der Teamwertung, die die Kenianer überlegen vor Äthiopien und Marokko gewannen.

Gete Wami galt als die Favoritin über acht Kilometer bei den Frauen. Lange Zeit war der Ausgang des Rennens offen, erst auf der vierten und letzten Runde trennte sich die Spreu vom Weizen. Wami musste sich mit dem zweiten Rang begnügen und ihrer Landsfrau Derarta Tulu (25:42 min) den Vortritt lassen. Dahinter holte sich Susan Chepkemei (KEN) Bronze. Erst zwanzig Sekunden nach der Siegerin kamen Lydia Cheromei (KEN), die lange Zeit vorne mitgelaufen war, und Paula Radcliffe (GBR) als beste Europäerin ins Ziel. Die Irin Sonia O’Sullivan erreichte hinter Leah Malot (KEN) als Siebte das Ziel. In der Mannschaftswertung siegte Äthiopien knapp vor Kenia. Die USA wurden Dritte.

Auch der Nachwuchs präsentierte sich in Vilamoura. Hier gewann bei den Juniorinnen Vivian Cheruiyot (KEN) vor Alice Timbilil (KEN).

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