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Hamburg-Marathon

Hanse-Marathon geht in die Offensive

Blutproben im Hamburg am 22. April – Vorreiterrolle übernommen


11.04.01 (fc/pm) Beim diesjährigen 16. Hansaplast Marathon Hamburg werden die gleichen EPO-Tests durchgeführt wie bei den Olympischen Spielen in Sydney: eingesetzte Geräte und Methode sind absolut gleich. Für die Spitzenathleten in Hamburg heißt dies, dass neben einer Urinprobe erstmals überhaupt auch eine Blutprobe abzugeben ist.
Hamburg nimmt damit eine Vorreiterposition nicht nur innerhalb des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, sondern auch unter den Straßenlaufveranstaltern ein, die nicht von ungefähr kommt. Veranstaltungsmanager Wolfram Götz hat schon im Mai letzten Jahres – lange bevor die fünf weltweit größten Marathon-Veranstalter ihre Erklärung zu Doping und Blutuntersuchungen abgegeben haben – in einem Gespräch mit den führenden deutschen Straßenlaufveranstaltern darauf hingewiesen, dass er plane, Blutdopingkontrollen durchführen zu wollen. Da hierfür jedoch die Einverständniserklärung der Athleten erforderlich ist, hat Götz in alle Vereinbarungen, die er seit November letzten Jahres mit Spitzenathleten abgeschlossen hat, eine entsprechende Klausel aufgenommen. „Die Reaktionen bei Athleten und Managern war durchweg positiv. Da sich alle eingeladenen Athleten – entweder selbst oder durch ihre autorisierten Manager -, mit der Durchführung von Blutdopingkontrollen einverstanden erklärt haben, werden wir beim diesjährigen Hansaplast Marathon Hamburg handeln, wo sich andere erst noch lange erklären,“ sagt Götz selbstbewusst.

Mit der Durchführung der Blutkontrollen beauftragt wurde von dem Hamburger Veranstalter Dr. Helmut Pabst, der mit seiner Firma PWC GmbH seit 1994 für den DSB alle Trainingskontrollen durchgeführt hat und nun vermehrt auch Wettkampfkontrollen durchführt.

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