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Deutsche Cross-Meisterschaften

Schumann der Star in Regensburg

Präsenz des Olympiasiegers steigert Interesse enorm


27.02.01 (pm/fc) Noch wenige Tage, dann ist es im Gelände des Regensburger Uni-Sportzentrums soweit: Am Samstag um genau 12 Uhr fällt der erste Startschuss bei den erstmals in Regensburg stattfindenden Deutschen Crosslauf-Meisterschaften. Seit bekannt wurde, dass die Regensburger Organisatoren mit Olympiasieger Nils Schumann einen echten Headliner an Bord haben, ist das Interesse an den Titelkämpfen sprunghaft gestiegen.

Allein vier Fernsehteams haben sich angesagt, der Bayerische Rundfunk und die örtlichen Sender sind vor Ort und sogar führende Blätter der Printmedien wie die Frankfurter Allgemeine schicken eigene Leute in die Domstadt. Die als Königsdisziplin angesehene Langstrecke der Männer wird diesmal den Rang an die 3,9 km lange Mitteldistanz abgeben müssen. Sollte es bei den Vorankündigungen der deutschen Topläufer bleiben, trifft Nils Schumann hier auf den Titelverteidiger der Langstrecke, Sebastian Hallmann vom LAC Quelle Fürth und auf den Hinderniseuropameister und Weltcupsieger über die Hindernisse, Damian Kallabis aus Berlin.

Mit seiner Presseerklärung weit vor dem offiziellen Meldeschluss „er möchte bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Regensburg in die Saison einsteigen und dort einige Spezialisten ärgern“ überraschte er nicht nur die rührigen Ausrichter von der LG Domspitzmilch Regensburg sondern auch seine Ausrüsterfirma Nike, deren Interesse am Cross an der Donau zuvor eher verhalten war. Schumann wäre aber nicht Schumann, wenn er nicht immer wieder für Überraschungen gut wäre. Die zunächst als Werbegag verdächtigte Pressemitteilung hat sich indessen zur Gewissheit verdichtet und Nike wird seinen Olympiasieger unmittelbar nach dem Lauf am Samstag um 14.30 Uhr der breiten Öffentlichkeit präsentieren, Autogrammstunde mit eingeschlossen.

Davor muss sich aber auch der Olympiasieger gewaltig ins Zeug legen. Auf der mit Schwierigkeiten gespickten Strecke im Stadionnebengelände des Regensburger Sportzentrums wird ihm nichts geschenkt. Die deutsche Bezeichnung Querfeldeinlauf hat Streckenchef Kurt Ring im wahrsten Sinne des Wortes in die Tat umgesetzt. Die Crossstrecke ist der Weg und die benutzt nur selten die gepflegten Pfade. So führt der total abgesperrte Parcours nicht nur durch sumpfigen Wiesengrund sondern auch über die steilen, rampenartigen Hügel des Geländes. Mal schnell, mal langsam, mit scharfen Ecken, von hart bis knöcheltief wird das Geläuf sein und die Zuschauer werden alles mitbekommen, weil sich das Ganze wie ein Darm durch ein nur 200 mal 200 Meter großes Areal schlängelt. Damit die auch richtig in Stimmung kommen arbeiten die Organisatoren der LG Domspitzmilch Regensburg gleich mit drei Sprechern, die die Läufe von Anfang bis Ende fachmännisch kommentieren werden.

„Ja wo laufen sie denn?“ braucht sich in Regensburg niemand fragen. Die anfangs vorgetragenen Ängste von Läufern und Betreuern ob des zunächst verwirrenden Geschlängle der Strecke lösten sich schon bei den Generalproben, den beiden Landesmeisterschaften von 1998 und 2000, bald in Wohlgefallen auf. Verlaufen hat sich übrigens keiner.

Ein bisschen mehr Wärme in den nächsten Tagen, möglichst wenig Wind und vor allem keinen Regen brauchen die Domspitzmilch-Leute jetzt noch, um die fertig angerichteten Deutschen Meisterschaften im Crosslauf zu einem echten Highlight werden zu lassen und natürlich last not least viele, viele Regensburger/innen, denen hier Weltklasse pur, und das von richtig deutschen Athleten, geboten wird.

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