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Grand-Prix-Meeting in Helsinki

Brian Lewis besiegt Greene

Deutsches Tripple über 400 Meter Hürden bei den Frauen

15.06.00 (fc) Das Grand-Prix-II-Meeting in Helsinki lockte einige deutsche Athleten nach Skandinavien. Weitere internationale Stars wie Sonia O’Sullivan, Maurice Greene oder Anier Garcia peppten die Felder zusätzlich auf. Der kubanische Hürdensprinter lief in 13,19 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit. Über 100 Meter flach kam Brian Lewis (USA) gut aus dem Startblock und konnte diesen Vorteil zu einem Sieg in 10,06 Sekunden über Superstar Maurice Greene nutzen. Ulrike Urbansky führte die deutschen Hürdenläuferinnen zu einem Tripple.

Die nationale 400-Meter-Hürden-Garde trat in Helsinki stark auf und sorgte für einen Dreifach-Sieg. Ulrike Urbansky war in 55,92 Sekunden vor Heike Meissner und Silvia Rieger am schnellsten. Der Südafrikaner Llewellyn Herbert kontrollierte das Rennen der Männer ebenfalls unter Windbeeinträchtigung mit einer Zeit von 49,42 Sekunden.

Vize-Weltmeisterin Anja Rücker traf über 400 Meter auf die Tschechin Helena Fuchsova und Catherine Merry (GBR). Die Britin holte auf der Zielgerade Fuchsova noch ein und siegte in 50,71 Sekunden. Die angeschlagene Deutsche kam nach 53,02 Sekunden als Fünfte ins Ziel. Die junge Kubanerin Zulia Calatayud (CUB) gewann in 2:01,62 Minuten das 800-Meter-Rennen vor Linda Kisabaka, die auf den letzten Metern noch ordentlich auf die Zähne biss.

Auf den 110 Meter Hürden unterbot der Kubaner Anier Garcia in 13,19 Sekunden die erst einen Tag alte Weltjahresbestzeit von Allen Johnson (13,22 sec). Falk Balzer (13,36 sec) lief als Dritter hinter dem Hallen-EM-Zweiten Stanislav Olijars (LAT, 13,34 sec) ein gutes Rennen. 

Steffi Nerius enttäuschte hingegen im Speerwerfen. Mit 58,41 Metern wurde sie nur Sechste in einem Wettkampf, den die Kubanerinnen Osleidys Menendez (62,97 m) und Sonia Bisset (61,58 m) bestimmten. Am Sonntag hat die Leverkusenerin in Ingolstadt aber bereits Gelegenheit zur Revanche. Traditionell stand der Wettkampf der Männer im Mittelpunkt des finnischen Meetings. Der Grieche Kostas Gatsioudis forderte dort Weltmeister Aki Parviainen heraus und legte diesem im ersten Durchgang sofort stolze 88,74 Meter vor. Der Finne kam zwar im weiteren Verlauf noch auf 87,59 Meter, musste Gatsioudis jedoch den Sieg überlassen. Raymond Hecht wurde Vierter (83,84 m), Boris Henry Sechster (79,36 m).

Der 19jährige Äthiopier Abiyote Abate holte sich den ersten Platz über 3000 Meter in 7:42,58 Minuten vor vier Kenianern, darunter Charles Kamathi. Abate wird voraussichtlich am Sonntag in Ingolstadt gegen Moses Kiptanui antreten. Mit Spannung wurde das Frauen-Rennen mit der Irin Sonia O’Sullivan, die im vergangenen Jahr eine Babypause eingelegt hatte, erwartet. Sieben Läuferinnen präsentierten sich als Spitzenfeld. Erst auf der letzten Runde ging die Post ab. O’Sullivan, die kurz vorher fast gestürzt wäre, zog auf den letzten 200 Metern zu einem langen Spurt an und setzte sich so in 8:45,85 letztlich ungefährdet durch.

Eine Niederlage musste Superstar Maurice Greene über 100 Meter hinnehmen. Im Vergleich zum Sieger Brian Lewis kam er relativ schlecht vom Start weg und konnte diesen Rückstand nicht mehr gut machen. Hinter Lewis (10,06 sec) und Greene (10,08 sec) wurde der Brasilianer Claudinei Da Silva (10,16 sec) Dritter.

Einen starken Eindruck hinterließ der Däne Wilson Kipketer mit einer 800-Meter-Zeit von 1:44,27 Minuten. Mit einem Stoß auf 21,04 Meter behielt auch der Finne Mika Halvari souverän die Oberhand. Die junge russische Stabhochspringerin Svetlana Feofanova schlug Vize-Weltmeisterin Anzhela Balakhonova (UKR; 4,40 m) mit guten 4,50 Metern ein Schnippchen.

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