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Stephanie Graf

Olympia-Zweite steigt in Saison ein

Planungen auf Hallen-EM in Wien laufen an


13.02.01 (fc) „Um Maria Mutola schlagen zu können, gehört viel dazu“, sagt die Olympia-Zweite über 800 Meter, Stephanie Graf, respektvoll hinsichtlich der nahenden Duelle mit der Olympiasiegerin aus Mozambique. Viermal werden die beiden in den nächsten Tagen gegeneinander antreten. Die Österreicherin hat sich dabei zum Ziel gesetzt, so nah wie möglich an den Hallen-Weltrekord (1:56,40 min) heranzukommen.

„Ich will vordergründig gute Zeiten rennen“, möchte sich Graf noch nicht festlegen, zu was sie in der Halle imstande ist. Am Donnerstag bestreitet sie in Stockholm ihren ersten Wettkampf: „Das ist ein bisschen zum Einrollen.“ Groß ist bereits die Vorfreude auf das Meeting in Birmingham am Sonntag. Tolle Stimmung, begeisterungsfähige Zuschauer und die hellblaue Bahn. Das hat es Stephanie Graf angetan.

Die 27jährige setzte sofort nach ihrer Silbermedaille in Sydney das Training fort, während andere erst mal die Beine hochlegten. Dem Trainingslager im Dezember in Italien folgte ein weiteres Camp auf Gran Canaria im Januar. „Ich bin froh, dass jetzt die Wettkämpfe anstehen“, sagt Graf erleichtert. „Ich weiß, dass ich einen Fortschritt gemacht habe, den ich erst auf der Bahn zeigen muss.“ Neben den beiden Weltmeisterschaften legt die Vorzeigeläuferin der Alpenrepublik im Sommer ein Hauptaugenmerk auf die Golden League: „Es ist ein Ziel, da ganz vorne mit dabei zu sein.“ In Zürich würde sie gerne bei der Siegerehrung ganz oben stehen. Zunächst gilt der Blick allerdings der Hallensaison. „Ich habe durch die Trainingsergebnisse viel Selbstvertrauen“, gibt sich Graf optimistisch

Zugpferd für Hallen-EM 2002 in Wien
Im Hinblick auf die Hallen-Europameisterschaft 2002 in Wien ist Graf auch fest für das Projekt mit der 4×400-Meter-Staffel, die möglichst eine Medaille in Angriff nehmen soll, eingeplant. Der LCC Wien hat sich die sportlichen Dienste des österreichischen Zugpferds gesichert und Sportdirektor Peter Dürer will versuchen, das Wiener Publikum für die Leichtathletik zu begeistern. In zwei Wochen stehen die Staatsmeisterschaften auf dem Programm. Die nationalen Asse sollen geballt innerhalb von zwei Stunden an den Start gehen. Stephanie Graf selbst steht darüber hinaus für eine Autogrammstunde zur Verfügung. Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt. Dürer hat nämlich erkannt: „Tolle Leistungen nutzen gar nichts, wenn die Halle nicht wünschenswert voll ist.“ Und das gilt gerade auch für die Hallen-Europameisterschaft 2002 im Ferry-Dusika-Stadion, die man in Österreich alles andere als auf die leichte Schulter nimmt.

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