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Internationales Hallen-Meeting in Dortmund

Danny Ecker meistert sechs Meter

Feofanova über 4,64 Meter – Mikitenko läuft Hallenrekord


11.02.01 (fc) Danny Ecker, immer wieder Danny Ecker. Am Freitag hatte er in Chemnitz nach dem deutschen Hallenrekord von 5,96 Metern im Steeple-Interview noch sein nächstes Ziel, die sechs Meter, definiert. Zwei Tage später war es in Dortmund soweit. Nach den 5,80 Metern ließ er die Latte auf diese magische Höhe wuchten und meisterte sie im dritten Versuch. Weltrekord oder nicht – das ist bei den Frauen die Frage! Nachdem nicht absolut geklärt ist, ob der Stabhochsprung-Weltrekord von Olympiasiegerin Stacy Dragila (USA; 4,66m) vom vergangenen Freitag offizielle Anerkennung findet, könnte die junge Russin Svetlana Feofanova beim Sparkassen-Indoor in Dortmund mit 4,64 Metern eine neue Bestmarke gesprungen sein. Irina Mikitenko pulverisierte über 5000 Meter den bisherigen deutschen Hallen-Rekord von Uta Pippig mit einer Zeit von 14:55,99 Minuten.

Mit einer perfekten Technik bestach Stabakrobatin Svetlana Feofanova und toppte ihren neuen Europarekord (4,60 m) noch mit den 4,64 Metern. Enttäuscht war hingegen die Stuttgarterin Yvonne Buschbaum, die über 4,30 Meter nicht hinaus kam: „Ich hatte mir heute echt die 4,40 Meter vorgenommen.“ Dreispringer Charles Friedek war es nicht vergönnt, die 17 Meter zu knacken. 16,92 Meter bedeuteten Rang drei hinter Olympiasieger Jonathan Edwards (17,13 m) und dem Italiener Paolo Camossi (17,00 m). Danny Ecker eilt von Sieg zu Sieg und nun von Rekord zu Rekord. Nach den 5,96 Metern von Chemnitz steigerte er jetzt die nationale Bestmarke in der Halle auf sechs Meter. Der Leverkusener war damit der erste deutsche Stabhochspringer, der unter Dach diese Marke bezwang.

Der Kölner Sprinter Tim Goebel düpierte über 60 Meter die internationale Konkurrenz, knackte in 6,59 Sekunden die Hallen-WM-Norm und strahlte: „Es ist super, dass ich mich gegenüber dem letzten Jahr verbessert habe.“ Sehr eng ging es bei den Frauen zu. Susanthika Jayasinge (SRI) brachte in 7,21 Sekunden der Ukrainerin Anzhela Kravchenko (7,22 sec) eine Niederlage bei. Dahinter verbesserten Sina Schielke und Marion Wagner (je 7,26 sec) die deutsche Jahresbestzeit. Falk Balzer war auf den 60 Meter Hürden nicht zu bezwingen. In 7,57 Sekunden holte er sich den Sieg. „Ich bin in guter Form“, versprach er noch eine Steigerung für seine nächsten Hallenstarts.

Heike Meissner ließ sich über die 800 Meter nicht beirren und entschied den Lauf in 2:01,82 Minuten für sich. Die Magdebugerin Ivonne Teichmann verpasste nach einem verhaltenen Beginn bei ihrem Einstieg in die Hallensaison die Hallen-WM-Norm um vier Zehntel. Bei den Männern versuchte Nico Motchebon diesmal sein Glück hinter Tempomacher Mark Eplinius. Als der Schweizer André Bucher zum langen Schluss-Spurt ansetzte, konnte der Fürther nicht mehr folgen. „Das ist eine gute Zeit nach zwei Monaten Training“, freute sich Olympiasiegerin Gabriela Szabo über ihre 4:04,44 Minuten auf den 1500 Metern. Die Marokkanerin Hasna Benhassi konnte sie auf der Zielgerade nicht mehr überholen. 

Im 200-Meter-Duell der Rockmeier-Zwillinge setzte sich Gabi Rockmeier in 23,27 Sekunden knapp gegen ihre Schwester Birgit durch. Der Brite Jamie Baulch lief über 400 Meter ein offensives Rennen und hielt in 46,81 Sekunden die deutschen Konkurrenten um Lars Figura (D) in Schach.

Irina Mikitenko, die auf die Hallen-WM verzichten wird, stellte über 5000 Meter in 14:55,99 Minuten einen deutschen Hallenrekord auf. Gete Wami (ETH) lief voraus, aber in 14:49,36 Minuten um zwei Sekunden am Weltrekord von Szabo vorbei.

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