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Aus dem Land der Kängurus:

Australische Athleten auf Kurs Olympia

Melinda Gainsford-Taylor hat sich viel vorgenommen

07.01.00 (fc) Während sich die deutschen Leichtathleten auf die Hallensaison vorbereiten, steigen in Australien im Januar die Freiluftmeetings. Angesichts der Olympischen Sommerspiele in Sydney wird diese Saison für die dortigen Spitzensportler zwangsläufig zur wichtigsten ihrer Karriere.

Für die 28jährige Top-Sprinterin Melinda Gainsford-Taylor ist das Olympiajahr von doppelter Bedeutung, da sie den Großteil des letzten Jahres wegen einer schweren Knieverletzung, die sie sich im 200m-Finale der Commonwealth Games 1998 zugezogen hatte, verpasste. Der australische Verband berief die sympathische Athletin in das Aufgebot für die WM in Sevilla, aber diese verzichtete auf den geplanten Staffelstart, um im Hinblick auf die Olympiasaison kein Risiko einzugehen. Im Oktober stellte sie sich in einem vorsichtigen Comeback wieder einem kleinen Wettkampf und absolvierte die 100 Meter auf nasser Bahn in handgestoppten 11.4 sec. Für die als Vielstarterin bekannte Gainsford-Taylor wird es gerade in diesem Jahr von großer Wichtigkeit sein, sich ihre Kräfte bis zu den Wettkämpfen in Sydney richtig einzuteilen. Eine erste ernste Standortbestimmung stellt der „Canberra Grand Prix“ Mitte Januar dar, dort trifft sie auf die inzwischen starke Konkurrenz aus dem eigenen Land.
Überhaupt sind die Australierinnen auf den Strecken von 100 bis 400 Meter nicht zu unterschätzen und schon jetzt heiße Kandidatinnen auf die Staffelmedaillen bei den Spielen. Namen wie Nova Peris-Kneebone, Tania van Heer (beide Siegerinnen bei den Commonwealth Games), Lauren Hewitt (WM-Finalistin 200m) oder Jana Pittman, ein Top Prospect über 400m und 400m Hürden, sollte man sich schon mal merken.

Der schnellste Mann aus dem Land der Kängurus heißt Matt Shirvington und ist kein Unbekannter mehr. Er klopfte im vergangenen Jahr mit 10.07 sec an das Tor zur Weltspitze. Um den 21jährigen Hoffnungsträger der Australier scheint sich mit Patrick Johnson (PB: 10.17 sec; 1999) und Juniorhoffnung Scott Richardson eine aussichtsreiche Sprintmannschaft zu formieren.

An Motivation dürfte es den australischen Athleten angesichts der anstehenden Aufgaben in diesem Jahr ohnehin nicht mangeln und zweifelsfrei wird der ein oder andere im Laufe der nächsten Monate in den Mittelpunkt rücken.

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