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Hochsprung-Gala in Weinheim

Rybakov: Mit Heavy Metal zum Sieg

Weltmeister Vjacheslav Voronin nur Dritter


06.02.01 (fc/pm) Am vergangenen Wochenende waren bei der Hochsprung-Gala in Weinheim die Höhenjäger zu Gast. Der Russe Jaroslav Rybakov sprang dabei mit 2,31 Metern zum Sieg. Sein Landsmann Vjacheslav Voronin (Bild), immerhin amtierender Weltmeister, begnügte sich mit dem dritten Platz.

Der Erste Rybakov, den die Zuschauer zu „Klängen“ seines Heavy-Metal-Songs „Songs of Thunder“ zu seiner Weltklassehöhe trieben, war sehr bescheiden nach seinem Sieg. „Ich wollte eine gute Höhe springen, das ist mir gelungen. Doch die anderen haben ihr Potential nicht hundertprozentig ausgenutzt. Ich hatte am Ende einfach nur Glück.“ Ein bescheidener Sieger, der großen Respekt vor seinen Kollegen hat. Voronin, Matusevich und insbesondere Artur Partyka, der nach seiner langen Verletzungspause und dem unglücklichen Auftritt (2,10 m) sichtlich beschämt war, sind für ihn sportliche und menschliche Vorbilder, zu denen er aufschaut.

Gut in Szene setzen konnte sich insbesondere auch Andrey Sokolovskij (UKR). Bei seinen 2,28 Metern zeigte er sein Potential, konnte aber bei 2,31 Metern seine Chance nicht nutzen. Auch Voronin scheiterte schließlich an 2,31 Meter. Doch bei ihm war es sehr knapp und so stand der Sieger mit Rybakov fest. Allein bei 2,28 Meter waren noch sieben Springer im Wettbewerb, was für einen hochklassigen Wettbewerb bürgt.

Jetzt hoffen die Initiatoren, Rechtsanwalt Thomas Geißler (Leiter der TSG 1862 Weinheim Leichtathletikabteilung) und Franz Kain (SpotsBlitz Medien Service), dass die Sponsoren auch im nächsten Jahr wieder dabei sind. An den Athleten, der Abteilung und den Hochsprung-Fans (1000 Zuschauer) soll es sicher nicht liegen, wenn es in 2002 heißt „Willkommen zur 3. Hochsprung-Gala in Weinheim an der Bergstraße“.

Stimmen zur GALA:

Erster Bürgermeister der Stadt Weinheim Rudi Glock: Das war die bisher beste Hochsprung-Veranstaltung in der TSG-Halle (Anm. der Red.: von 1993-96 gab es das ‚Highjump-Meeting‘ von Ralf Sonn) – sowohl was die Breite, als auch die Spitze betrifft.

Wolfgang Kreißig (Hochspringer der MTG Mannheim):

Das Meeting war allein durch die Teilnahme von Voronin sogar etwas besser besetzt als im Vorjahr. Wenn ich im nächsten Jahr noch springe und meine Gesundheit es zulässt, bin ich natürlich gerne bei einer dritten Auflage dabei.

Alina Astafei (Hochspringerin der MTG Mannheim):

Für wirkliche Topleistungen ist das Jahr noch zu jung, aber es war einen schöne Veranstaltung. Ich habe auf Skolovskij als Sieger getippt. Mit etwas mehr Glück hätte auch er gewinnen können.

Giulio Giotti (italienischer Hochspringer, der in Weinheim zum Publikumsliebling insbesondere der weiblichen Anhängerschafft avancierte und nur knapp an einer persönlichen Bestleistung scheiterte):

Ich bin sehr glücklich, dass ich hier springen durfte. Das Publikum ging toll mit, die Musik hat gepusht. Weinheim ist der richtige Platz, um gute Leistungen zu bringen.

Konstantin Matusevich (israelischer Hochspringer, Zweiter der Weltrangliste 2000):

So einen Wettbewerb wie heute erlebt man nicht alle Tage. Ich bin, wie auch meine Kollegen, sehr stolz darauf, die Einladung nach Weinheim bekommen zu haben.

Vyacheslav Voronin (amtierender Weltmeister aus Russland):

Ich hatte heute leider nicht die richtige Musik dabei, sonst wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen. Den Organisatoren von Weinheim kann man nur großes Lob für dieses Meeting aussprechen. Wir Athleten haben uns sehr wohl gefühlt. Die Voraussetzungen haben mit der Halle und den Zuschauern den optimalen Rahmen gesetzt, nur meine Leistung trübt meine Erinnerung.

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