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DLV-Verbandstag

Der Wegweiser in die Zukunft

Führungswechsel wird in Wunsiedel beschlossen 


20.03.01 (fc) Es ist längst kein Geheimnis mehr. Der Verbandstag am 24. März in Wunsiedel wird mit dem Tagesordnungspunkt 11, der Neuwahl des DLV-Präsidiums, zum Wegweiser in die Zukunft der deutschen Leichtathletik. Prof. Dr. Helmut Digel verabschiedet sich dabei aus der Führungsspitze und reicht das Zepter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den bisherigen Vize-Präsidenten Recht, Dr. Clemens Prokop (Bild), der als einziger für das Amt kandidiert, weiter.

Bereits am 22. März tritt das Präsidium die Reise ins Fichtelgebirge an, um am Abend im großen Rathaussaal empfangen zu werden und am nächsten Tag mit einer Präsidiumssitzung so richtig zur Tat zu schreiten. Dabei soll der Weg zum am Samstag um 9.30 Uhr beginnenden Verbandstag geebnet werden.

Dort ist es in der Tat das Ziel, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben Digel stehen vier weitere aktuelle Präsidiumsmitglieder, darunter Heide Ecker-Rosendahl, nicht mehr zur Wiederwahl und neue Kräfte müssen diese Lücken schließen. 120 Delegierte aus 20 Landesverbänden werden mit 181 Stimmen darüber entscheiden. Mehrere hochkarätige Ehrengäste haben sich außerdem für die Veranstaltung angekündigt.

Nach dem festlichen Teil am Vormittag geht es ab 13 Uhr ans „Eingemachte“. Neben den Neuwahlen und einer Umstrukturierung des Präsidiums gilt vor allem dem entwickelten Anti-Doping-Code das meiste Interesse. Die bisherige Rechts- und Verfahrensordnung soll über Bord geworfen werden und ein unabhängiges Schiedsgericht künftig über die anhängigen Dopingfälle befinden. Der Jenaer Hürdensprinter Falk Balzer könnte bereits in den „Genuss“ der neuen Regelung kommen. Auch beim Weltverband IAAF, zuletzt mit den deutschen Funktionären auf Konfrontationskurs, werden diese Bemühungen mit Interesse verfolgt und es gilt als nicht ausgeschlossen, dass man sich im August bei einer Zusammenkunft am Rande der Weltmeisterschaft dem deutschen Modell konform zeigt. Der Fall Baumann hat nicht nur in Deutschland vor Augen geführt, woran es in der Sportgerichtsbarkeit krankt. Das zu ändern oder zumindest einen Schritt in die hoffentlich richtige Richtung zu tun, liegt offensichtlich nun auch in den Händen des DLV-Verbandstages.

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