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Europacup in Bremen

Fingerzeig im Weserstadion?

Internationale Konkurrenz wird DLV-Athleten einiges abverlangen

21.06.01 (fc) Das Ziel für den Europacup in Bremen am kommenden Wochenende hat der DLV für die beiden deutschen Teams mit Platz eins oder zwei klar formuliert. Im vergangenen Jahr musste man sich in Gateshead nur den britischen Männern und den russischen Frauen geschlagen geben. Ist in diesem Jahr der Titel in der Superliga mit den europäischen Top-Nationen und damit ein Fingerzeig auf die nächsten internationalen Aufgaben möglich?

Auch wenn mäßige Leistungen in manchen Disziplinen und viele Verletzungen der Topathleten in den letzten Wochen Anlass zur Sorge gaben, so sind im deutschen Aufgebot doch aussichtsreiche Kandidaten, die wichtige Siege und damit die Maximalzahl an Einzelpunkten einfahren können, zu finden.

Diese kommen bei den Männern vor allem aus den technischen Disziplinen. Speerwerfer Raymond Hecht hat in Kostas Gatsioudis (GRE) und Sergej Makarov (RUS) zwei starke Konkurrenten. Etwas besser sieht es für Stabhochspringer Michael Stolle aus. Bringt er seine Leistung, könnte er ebenso wie Lars Riedel am Ende als Sieger das Weserstadion verlassen. Auf die vorderen Plätze haben es außerdem Dreispringer Charles Friedek, Hürdensprinter Florian Schwarthoff, 400-Meter-Aufsteiger Ingo Schultz und natürlich Olympiasieger Nils Schumann, sofern er bis zum Wochenende nach seiner Muskelverletzung wieder fit wird, abgesehen. Interessante Erfahrungen gilt es für die jungen Athleten wie Jan Reinberg oder Benjamin Hetzler, die vom DLV nominiert wurden, zu sammeln. Vielleicht finden gerade aus dem Nachwuchsbereich Sprinter Tim Goebel oder Wolfram Müller, der für die 3000 Meter vorgesehen ist und ebenfalls nichts zu verlieren hat, Gefallen an der Veranstaltung in Bremen und warten mit erfrischenden Auftritten auf.

Platz eins oder zwei garantieren DLV-Athleten WM-Nominierung

Irina Mikitenko, Grit Breuer, Nadine Kleinert-Schmitt und Steffi Nerius kann man bei den deutschen Frauen als die vielleicht fleißigsten Punktesammler avisieren. Darüber hinaus brauchen sich sicher auch die Staffeln vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Weltmeisterin Franka Dietzsch wird sich beim Europacup ebenso beweisen wollen wie die junge Magdeburgerin Ivonne Teichmann. Für die Aufsteigerin im Weitsprung, Inga Leiwesmeier, rückte in dieser Woche noch Heike Drechsler nach ihren 6,74 Metern von Straßburg ins Team. Ob vakante Normen in Bremen fallen, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle sind alle DLV-Athleten, die unter die ersten Zwei kommen und die IAAF-Norm anbieten können, direkt für die Weltmeisterschaft qualifiziert, was vor allem in den wenigen Disziplinen, bei denen es ein Gerangel um die drei Startplätze gibt, von Bedeutung ist.