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Road to Sydney

Aufbruchstimmung bei Olympioniken

In drei Schichten brechen die Leichtathleten nach Australien auf

06.09.00 (fc) Am Montag fand die offizielle Verabschiedung der Olympia-Teilnehmer in Frankfurt statt. Damit wurde die Reisewelle der deutschen Olympia-Teilnehmer endgültig eingeläutet. Von den Leichtathleten ist zum Beispiel Hochspringer Wolfgang Kreissig schon in Richtung Australien aufgebrochen. Als Hauptabreisetermine stehen jedoch der 7., 11. und 16. September auf den Reiseplänen.

In drei Schichten geht es somit nach „Down Under“. Ziel ist zunächst die Gold Coast in der Nähe von Brisbane. Dort bereiten sich die Athleten auf die anstehende Aufgabe vor. Auch anderen Nationen sind die Vorzüge dieses Standorts nicht verborgen geblieben. So werden die Deutschen dort zum Beispiel die Briten, die bereits vor Ort sind, treffen und bereits einen Vorgeschmack auf das, was sie im Olympischen Dorf erwartet, bekommen.

Insgesamt 71 Aktive wird nach dem aktuellen Stand der Dinge das Aufgebot des DLV umfassen. Zehnkämpfer Frank Busemann absolviert am kommenden Wochenende zusammen mit Mike Maczey und Stefan Schmid noch einen Test mit Blickrichtung Sydney nach seiner Verletzungspause. „Die acht Wochen Abstinenz sind auch von einem Frank Busemann nicht so einfach vom Tisch zu wischen“, stellt Vater und Trainer Franz-Josef Busemann fest. „Die Trainingswerte sind allerdings besser, als wir sie als Zwischenziele angestrebt hatten“, herrscht vollster Optimismus in Recklinghausen. Somit ist Marathonläuferin Katrin Dörre-Heinig die einzige Athletin, die über ihren Olympiastart grübelt, nachdem sie nach ihren Problemen beim Hamburg-Marathon und einer nachfolgenden Operation noch nicht so recht in Tritt gekommen ist.

Hallen-Europameisterin Karin Ertl und Weltmeister Charles Friedek sind nur zwei der deutschen Hoffnungen, die am 11. September im Flieger nach Australien sitzen werden. Marathon-As Carsten Eich will erst möglich spät aufbrechen und nutzt die Abreisemöglichkeit am 16. September, bis zu der auch die drei Zehnkämpfer ihre Sachen gepackt haben. Zu den Frühstartern vom 7. September gehört zum Beispiel Stabhochspringerin Nicole Humbert, die am 23. September auch schon ihre Qualifikation bestreiten muss. Die Hammerwerfer Karsten Kobs und Heinz Weis haben ebenso wie Hürdensprinter Falk Balzer für einen Zwischenstopp in Yokohama am 9. September gemeldet und werden dort voraussichtlich noch einmal ihre Form testen. Wettkampfmöglichkeiten bieten sich auch in Brisbane und Sydney im Vorfeld der Spiele. Der australische Leichtathletik-Verband hat speziell hierfür ein paar Meetings zur Vorbereitung in den Terminkalender mit aufgenommen.

Am Ende treffen sich alle, zumindest die meisten, im Trainingscamp „Couran Cove Resort“, in dem sie zwischen acht und dreizehn Tagen verbringen, oder dann im Olympischen Dorf in Sydney wieder! In der ersten Oktoberwoche steht die Rückreise an, sofern die Athleten nicht beim Grand-Prix-Finale in Doha am 4. Oktober im Einsatz sind oder noch einen privaten Australien-Urlaub mit den Olympischen Spielen verbinden.

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