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Deutsche Meisterschaften in Stuttgart (2. Tag)

Der jungen Generation eine Chance

DLV bewirbt sich verstärkt um internationale Großereignisse


30.06.01 (fc) Der DLV will sich in den nächsten Jahren für eine stärkere Präsenz der internationalen Spitzenleichtathletik in Deutschland stark machen. Diverse Bewerbungen sollen dafür sorgen. Generalsekretär Frank Hensel sprach bei den Deutschen Meisterschaften in Stuttgart im Zusammenhang mit der sportlichen Lage von einem „verstärkten Problem“, gerade was die vielen Krankheits- und Verletzungsfälle anbelangt. Vize-Präsident Rüdiger Nickel hat aber dennoch die Hoffnung auf eine leistungsstarke Mannschaft in Edmonton noch nicht aufgegeben. Mit einer Bewerbungsoffensive will der Deutsche Leichtathletik-Verband mehr internationale Großereignisse in das eigene Land holen. Wie das Präsidium in seiner Sitzung am Rande der Deutschen Meisterschaften in Stuttgart beschloss, möchte man sich um die Ausrichtung der Junioren-WM 2004, der Hallen-EM 2005, der Hallen-WM 2006 und der Weltmeisterschaft 2007 bemühen. Voraussetzung für die WM ist ein Stadion mit einer Kapazität von mindestens 60.000 Zuschauern. Ein entsprechendes Bewerbungsverfahren wird eingeleitet. „Durch die starke mediale Präsenz werden wir eine positive Wirkung für die Leichtathletik erzielen“; begründete Präsident Dr. Clemens Prokop die strategische Grundsatzentscheidung. Die nationalen Titelkämpfe finden 2003 wieder im Süden, dann in Ulm, statt. 

DLV-Generalsekretär Frank Hensel gestand ein, dass „wir im Top-Bereich Probleme haben“ und verwies auf das massiv durchschlagende Verletzungs- und Krankheitspech. Allein sechs Top-Athleten wurden vom Pfeifferschen Drüsenfieber heimgesucht. „Durch dieses verstärkte Problem haben wir in der Summe nicht das gewünschte Ergebnis“, so Hensel, der in diesem Jahr für die junge Garde die Chance ausmacht, auf sich aufmerksam zu machen. Das sieht der Vize-Präsident Leistungssport, Rüdiger Nickel, ähnlich: „Es eröffnen sich weitere Möglichkeiten für junge Athleten.“ So können die Medaillengewinner der Junioren-EM in Amsterdam, die Mitte Juli stattfindet, bei freien Startplätzen und der Erfüllung der IAAF-Norm noch den Zug nach Edmonton erreichen. Nickel gab sich zuversichtlich: „Wir sind optimistisch, dass wir nach den Deutschen Meisterschaften eine leistungsstarke Mannschaft aufstellen können. Die Größe der Mannschaft muss nicht den Leistungsstand widergeben.“ 

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