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In Deutschland ist der Nachwuchs-Diskuswerfer Robert Harting in diesem Jahr konkurrenzlos. Bei den Halleschen Werfertagen am 19. Mai stellte er mit 63,70 Metern eine neue deutsche B-Jugendbestleistung auf. Am Wochenende distanzierte er bei den Jugend-Meisterschaften in Braunschweig die nationale Konkurrenz um über fünf Meter. Nach einem kurzen Zwischenstop mit der Nationalmannschaft in Kienbaum wird er sich ab Freitag in Debrecen bei der U18-Weltmeisterschaft mit der internationalen Konkurrenz messen können. Mit von der Partie ist neben Harting der Münchner Tobias Obermaier, der sich mit seiner Bestleistung von 60,76 Meter ebenso Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machen kann. Grundsätzlich ist es jedoch schwierig, in diesem Alter verlässliche Prognosen zu machen, da die Leistungen noch zu schwankend, die Gegner teilweise unbekannt sind. „Wenn man die Ergebnisse von Bydgoszcz vor zwei Jahren heranzieht, kann man davon ausgehen, dass ich mit der Weite von 63,70 Meter Mitfavorit bin,“ meint Robert Harting.

Eine WM-Medaille wäre der krönende Abschluss seines letzten Jahres bei den B-Jugendlichen. Dass sich der 100-Kilo-Modellathlet schon zu mehr berufen fühlt, zeigte sich in dem Vorhaben, die Grosseto-Norm mit dem 1,75-Kilomgramm-Diskus zu werfen. „Ich hatte sie eigentlich, aber da waren so gute Kampfrichter, die haben gesehen, dass ich einen Zentimeter übergetreten war.“