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Grand-Prix-II-Meeting in Gateshead

Maurice Greene nur Dritter

Dietzsch und Balzer überzeugen – Freeman schlägt Miller

28.08.00 (fc) Einige Favoriten bekamen in Gateshead ihre Grenzen aufgezeigt. So mussten klangvolle Namen wie Maurice Greene, der über 100 Meter nur Dritter wurde, Colin Jackson, Wilson Kipketer und Inger Miller bittere Niederlagen hinnehmen. Olympiasieger Donovan Bailey lief als Achter sogar nur hinterher. Von den deutschen Startern präsentierten sich Diskuswerferin Franka Dietzsch und Hürdensprinter Falk Balzer in guter Form.

Cathy Freeman trat über 200 Meter gegen Weltmeisterin Inger Miller (USA) an. Nachdem die Australierin nach der ersten Hälfte fast schon wie geschlagen aussah, schob sie sich immer näher an die Spitze heran und lief auf den letzten Metern in 22,57 Sekunden zum Sieg . Auf den selten gelaufenen 300 Metern setzte sich Donna Fraser (GBR) in 35,71 Sekunden gegen Katherine Merry (GBR) durch. Bei den Männern behielt Christian Malcolm (GBR) in 20,45 Sekunden auf nasser Bahn die Oberhand vor den US-Vertretern Jon Drummond (20,57 sec) und John Capel (20,59 sec).

Im Diskuswerfen der Frauen gab es durch Franka Dietzsch den einzigen deutschen Sieg in Gateshead. Die Weltmeisterin besiegte mit 65,30 Metern die Russin Natalja Sadowa (63,73 m). Anja Möllenbeck (D) wurde Vierte mit 59,63 Metern.

Über 110 Meter Hürden kam Falk Balzer (D) schlecht aus dem Startblock, lief danach aber in 13,28 Sekunden ein gutes Rennen, das mit dem zweiten Rang hinter Dominque Arnold (USA; 13,23 sec) und vor Colin Jackson (13,29 sec) belohnt wurde. Die Weltjahresbeste Sandra Glover (USA) gab über 400 Meter Hürden schon nach wenigen Metern verletzungsbedingt auf. Somit war der Weg frei für Olympiasiegerin Deon Hemmings (JAM; 54,64 sec), die Ex-Weltmeisterin Nezha Bidouane (MAR; 55,44 sec) distanzierte.

Sonia O’Sullivan (IRL) setzte sich über 3000 Meter in 8:33,00 Minuten mit einer Attacke 200 Meter vor Schluss letztlich klar gegen Libbie Hickman (USA) und Paula Radcliffe (GBR) durch. Der Algerier Ali Saidi-Sief hatte über 1500 Meter in der Siegerzeit von 3:30,82 Minuten keine Mühe.

Europameister Iwan Thomas (GBR) lief auf der Stadionrunde in 46,52 Sekunden nur hinterher und konnte sich damit weiterhin nicht für die britische Olympiastaffel empfehlen. Es siegte Angelo Taylor (USA) in 45,01 Sekunden, der Mark Richardson (GBR; 45,16 sec) auf der Zielgerade noch einholte.

Die Stabhochspringerinnen kämpften mit den widrigen Bedingungen. So siegte Anzhela Balakhonova (UKR) mit 4,21 Metern. Das Zweibrückener Duo Andrea Müller (4,11 m) und Nastja Ryshich (3,96 m) hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. Der Brite Steve Backley entschied mit 82,13 Metern das Speerwerfen für sich. Im Dreisprung war Weltrekordhalter Jonathan Edwards (GBR) ohne Konkurrenz. Er bestätigte mit 17,48 Metern seine gute Form.

Weltmeister Wilson Kipketer musste über 800 Meter nach Brüssel eine weitere Niederlage hinnehmen. Diesmal gewann der schnelle Schweizer André Bucher in 1:44,62 Minuten. Bei den Frauen blieb nur die Marokkanerin Hasna Benhassi unter zwei Minuten (1:59,86 min). Die deutschen Vertreterinnen Linda Kisabaka (2:00,94 min) und Ivonne Teichmann (2:02,13 min) belegten die Plätze sechs und acht.

Die größte Überraschung gab es über 100 Meter bei den Männern. US-Sprintstar Maurice Greene (10,24 sec) und der kanadische Olympiasieger Donovan Bailey, in 10,46 Sekunden nur Achter, wurden vom Briten Dwain Chambers (10,11 sec) und Bernard Williams aus den USA (10,17 sec) in die Schranken gewiesen. Über 4×100 Meter lief die HSI-Staffel mit Maurice Greene, Jon Drummond, Ato Boldon und Curtis Johnson in 37,95 Sekunden neue Weltjahresbestzeit.

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