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Europacup 2000

Männer nur auf Rang fünf

Keine Siege, aber viele zweite Plätze für die deutschen Teams

15.07.00 (fc) Deutsche Siege waren Fehlanzeige am ersten Tag des Europacups in Gateshead bei schwierigen Bedingungen. Dafür gab es etliche zweite Plätze für wichtige Punkte in der Teamwertung. Sprinterin Andrea Philipp wurde über 100 Meter zwar nur Vierte, profitierte aber von dem schnellen Rennen, das die Griechin Thanou in 10,84 Sekunden dominierte, und lief in 11,15 Sekunden in den Bereich der Olympianorm – allerdings windunterstützt! Bei den Männern fehlten die Überraschungen. Vielmehr wurden die Schwächen in der Mannschaft offensichtlich, was Rang fünf nach dem ersten Tag unterstreicht. Die Frauen hingegen liegen nur vier Punkte hinter den führenden Russinnen.

Knapp an der Olympiavorgabe schlitterte Kugelstoßer Michael Mertens, der zufrieden mit seiner Leistung war, mit seinen 19,71 Metern vorbei, die Rang zwei bedeuteten. Wolfgang Kreissig (2,25 m) hatte im Hochsprung nur gegen den Schweden Stefan Holm das Nachsehen. Zweite Ränge gab es in den ersten Bewerben auch bei den Frauen durch Yvonne Buschbaum (Stab; 4,30 m), Ilke Wyludda (Diskus; 62,45 m), Linda Kisabaka (800m, 2:03,88 min) und Ulrike Urbansky (400m H; 56,10 sec). Hinterher lief hingegen Marc Blume, der mit 10,37 Sekunden nur Sechster wurde und über die 100 Meter nichts zu melden hatte. Ähnlich erging es Steffen Kolb über 400 Meter Hürden als Siebter und Lars Figura auf der Flachstrecke, der gar als Letzter ins Ziel kam.

Kofi Amoah Prah verkaufte sich im Weitsprung teuer und erreichte eine Weite von 8,15 Metern. Besser war nur der Russe Shkurlatov, der im letzten Versuch mit 8,22 Metern zum Sieg sprang. Karen Forkel ging im Speerwurf mit enttäuschenden 52,89 Metern als Sechste unter. Uta Rohländer profitierte über 400 Meter vom Ausfall der Französin Marie-Jose Perec und lief auf Platz drei hinter der überlegenen Russin Svetlana Pospelova (50,63 sec) und Donna Fraser (GBR). Bei den abschließenden Sprintstaffeln setzte sich der Trend bei den deutschen Teams fort. Während die Männer nicht recht in Tritt kamen, holten sich die Frauen um Andrea Philipp in 43,51 Sekunden wenigstens Rang drei.

Nach dem ersten Tag sind die Männer auf dem fünften Platz weit von ihrer Titelverteidigung entfernt. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen starken Sonntag, an dem der DLV mit Tim Lobinger, Lars Riedel, Damian Kallabis und Falk Balzer einige heiße Eisen im Feuer hat. Die Frauen rangieren nur knapp hinter den Russinnen und sollten in der Lage sein, sich gegenüber dem vierten Platz des Vorjahres von Paris zu verbessern.

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