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Sportfest in Königs Wusterhausen

Niederlage für deutsche Hammerwerfer

Karsten Kobs bricht nach Krämpfen Wettkampf ab

29.08.00 (fc) Zum 7. Stadionfest in Königs Wusterhausen traten 177 Aktive aus 23 Ländern an. Dabei war das Wetter den Veranstaltern einmal mehr hold. In insgesamt sieben Bewerben hatten die Sieger die Möglichkeit, sich für das ISTAF am Freitag zu qualifizieren. Stark besetzt war der Hammerwurf der Männer, zugleich Grand-Prix-Bewerb, den der Pole Szymon Ziolkowksi für sich entschied. Weltmeister Karsten Kobs brach den Wettkampf nach dem vierten Versuch vorsichtshalber wegen Krämpfen im Bein ab. Als Stargäste wurden Jon Drummond, Brian Lewis und Ken Brokenburr ins Stadion der Freundschaft vom befreundeten ISTAF-Direktor Rudi Thiel eingeflogen.

Das Hammerwerfern bildete zugleich den Auftakt und Höhepunkt am späten Nachmittag. Dabei mussten die deutschen Olympiastarter eine weitere Niederlage gegen den Polen Szymon Ziolkowski, der eine Weite von 78,87 Metern erreichte, hinnehmen. Weltmeister Karsten Kobs wurde von Krämpfen im rechten Bein geplagt und brach deshalb den Wettkampf vorsichtshalber  ab: „Ich wollte meinen Start in Sydney nicht aufs Spiel setzen.“ Trotzdem war er mit 78,34 Metern auf den zweiten Platz gekommen. Heinz Weis warf eine beständige Serie und belegte den dritten Rang (77,74 m). Der dritte deutsche Olympiastarter, Markus Esser, schleuderte den Hammer auf 74,88 Meter. Im Hinblick auf Sydney meinte die Nachwuchshoffnung: „Wenn ich gut weitertrainiere, kann ich auch die Ausscheidung überstehen.“ Für die Hammerwerfer steht morgen im griechischen Thessaloniki bereits der nächste Wettkampf auf dem Programm. Deshalb wurden sie aus Königs Wusterhausen direkt mittels Hubschrauber zum Flughafen Tegel ausgeflogen.

Zuvor hatte der Hubschrauber die US-Sprinter Jon Drummond, Brian Lewis und Ken Brokenburr ins Stadion der Freundschaft gebracht. Bei der Vorstellung der drei Asse gab Drummond sogar eine Kostprobe seiner Sangeskünste. Anschließend stand das Trio für eine Autogrammstunde zur Verfügung.

Bei den restlichen Bewerben ragten nur wenige Leistungen heraus. Weitspringer Kofi Amoah Prah (D) sprang im letzten Versuch noch auf 8,06 Meter und hatte allen Grund zum Jubeln: „Die 8,06 Meter stellen mich natürlich zufrieden.“ Jerome Crews (D) qualifizierte sich über 110 Meter Hürden als Endlaufsieger in 13,60 Sekunden für das ISTAF und freut sich auf seinen ersten Start dort im Hürdensprint. Der Mannheimer verwies Claude Edorh (D; 13,64 sec) auf den zweiten Platz. Andrea Philipp ließ über 200 Meter ihren beiden Konkurrentinnen keine Chance und gewann in 22,94 Sekunden. Die Olympiastaffel lief in der Besetzung Gaby Rockmeier, Sabrina Mulrain, Andrea Philipp und Marion Wagner aus dem Training heraus eine Zeit von 42,80 Sekunden. Oldie Harry „Butch“ Reynolds, der ohne Startgeld antrat, wurde über 400 Meter in 47,00 Sekunden Zweiter hinter seinem Landsmann Milton Campbell (46,28 sec).

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