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Road to Sydney

Busemann kämpft nach Verletzung

Zehnkampf-As muss in Lage noch Belastungstest absolvieren

13.08.00 (fc) Die Saison verlief anders für Frank Busemann als geplant. Anfang Juni war in Götzis noch alles soweit in Ordnung. 8531 Punkte und Rang sechs in einem Weltklassefeld – eine Leistung, auf der sich aufbauen ließ mit Blickrichtung Sydney. Doch dann bremste die niederschmetternde Diagnose Stressfraktur den Fahrplan des Zehnkämpfers. Nach der nervlichen Anspannung bei der Olympia-Qualifikation in Ratingen Mitte Juli gehört er zum Olympiakader, muss allerdings noch einen Belastungstest im September in Lage bestreiten.

„Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, der alle Möglichkeiten offen lässt“, analysiert Vater und Trainer Franz-Josef Busemann den Stand der Dinge. Es ist wieder Optimismus eingekehrt in Recklinghausen, nachdem die ärztliche Diagnose zunächst einen deutlichen Schock hinterlassen hatte. Am 23. Juni beim Meeting in Rhede hemmten Frank Busemann bereits heftige Schmerzen im rechten Fuß. Nach zwei weiteren Starts, darunter ein abgebrochener Stabhochsprung in Dormagen, an den Folgetagen fühlte sich Frank Busemann schlapp. Trotz einer Trainingspause wegen des Verdachts auf eine Virusinfektion stellte sich keine Besserung ein und am 6. Juli stand fest: Stressreaktion, die Vorstufe eines Ermüdungsbruches. 

Die Teilnahme an der wichtigen Olympia-Qualifikation in Ratingen war passé. Zwei Wochen Ungewissheit belasteten das Busemann-Duo, da man den entscheidenden Saisonwettkampf für Sydney nur von der Tribüne aus verfolgen konnte. Letztlich ist der DLV um eine Entscheidung pro oder contra Frank Busemann herumgekommen, da neben Mike Maczey und dem in Ratingen überzeugenden Stefan Schmid kein weiterer Zehnkämpfer die Olympianorm knackte und somit Busemann aufgrund seiner Vorleistung von Götzis der dritte Startplatz ohnehin gehörte. „Darauf angewiesen zu sein, dass die Kollegen nicht das bringen, was sie können und was man ihnen auch gönnt, ist kaum zu ertragen“, beschreibt Franz-Josef Busemann die kürzliche Situation.

Ein spezieller Trainingsplan mit viel Wassertraining begleitete Frank Busemann in den letzten Tagen und Wochen. Diesen unter den speziellen Voraussetzungen zusammenzustellen, war und ist für Vater und Sohn eine ganz besondere Herausforderung. Sechs Wochen vor den Olympischen Sommerspielen geht es nun darum, die verschiedenen Disziplinen im Training vorzubereiten, um für die Aufgabe in Sydney gerüstet zu sein und sich dabei durch die drängende Zeit nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Es kam am Ende immer noch etwas Brauchbares heraus“, ist Franz-Josef Busemann durch die Erfahrung der Vergangenheit nicht bange. Als Zwischenstation muss sich der Zehnkämpfer am 8. oder 9. September in Lage einem Belastungstest unterziehen.

Eine ausführliche Standortbestimmung von Franz-Josef Busemann mit einem detaillierten Rückblick auf die letzten Wochen finden Sie unter www.frank-busemann.de !

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