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Olympische Sommerspiele in Sydney

Nils Schumann gewinnt Vorlauf

Siebenkämpferinnen Retzke und Ertl verletzt – Hammerwerfer raus

23.09.00 (fc) Zufrieden war am Morgen des zweiten Leichtathletik-Tages Nils Schumann, der seinen 800-Meter-Vorlauf für sich entscheiden konnte. Den Kopf hängen ließen hingegen die Hammerwerfer Heinz Weis und Karsten Kobs, die beide den Einzug in das Finale deutlich verfehlten. Tränen gab es bei Siebenkämpferin Karin Ertl, die sich wie ihre Kollegin Astrid Retzke im Hochsprung verletzte.

Die Siebenkämpferinnen staunten nicht schlecht, als sie am Morgen vor einer beeindruckenden Kulisse den zweiten Tag im Olympiastadion eröffneten. Von den deutschen Teilnehmerinnen kam Karin Ertl („Das ist ein guter Einstieg“) mit 13,43 Sekunden über 100 Meter Hürden am besten in Tritt. Sabine Braun (13,49 sec) und Astrid Retzke (13,92 sec) hatten sich mehr erhofft. Von den großen Namen verabschiedete sich Ghada Shouaa bereits nach ein paar Metern. Die Syrierin, um deren Verfassung heiß spekuliert worden war, gab verletzungsbedingt auf. Gerüchte gab es auch um die Gesundheit von Eunice Barber. Mit der schnellsten Zeit von 12,97 Sekunden zeigte sie aber im ersten Bewerb eindrucksvoll, dass sie zum Duell mit Europameisterin Denise Lewis bereit ist. Im Hochsprung gab Astrid Retzke bei 1,60 Metern wegen einer Verletzung auf. Auch das Humpeln von Karin Ertl bereitete im Laufe der Konkurrenz Kopfzerbrechen. Mehr noch, als sie an 1,81 Metern scheiterte und zu Tränen gerührt niedergeschlagen im Olympiastadion saß. Sabine Braun meisterte die 1,81 Meter. Eunice Barber kam über 1,84 Meter. Denise Lewis (GBR) lag nach dem zweiten Bewerb in der Zwischenwertung nur auf Rang acht. 

Nils Schumann (D) traf im 800-Meter-Vorlauf auf den Mitfavoriten Djabir Said-Guerni. In 1:47,76 Minuten lief er als Sieger vor dem Algerier keine Gefahr und ballte nach dem Zieleinlauf zufrieden die Faust. Der Europameister nachher: „Ich hatte es mir ein bisschen schwerer vorgestellt.“ In die drei Zwischenläufe zog der gesamte Favoritenkreis mit Andre Bucher (SUI), Japheth Kimutai (KEN), Yuri Borzakovsky (RUS), Wilson Kipketer (DEN), Andrea Longo (ITA) und Hezekiel Sepeng (RSA) ein. Spannende Rennen sind dort zu erwarten!

72,29 Meter aus dem ersten Versuch waren alles, was Karsten Kobs in der Hammerwurf-Qualifikation zustande brachte. Weit unter seinen Möglichkeiten und weit von der Endkampf-Qualifikation entfernt. Schade vor allem deshalb, weil der Leverkusener im Trainingslager vor den Spielen sich wieder an die 80 Meter herantastete. Leider konnte er diese Tendenz in Sydney nicht bestätigen. Sein Kommentar, nachdem er beim Einwerfen noch ein gutes Gefühl hatte: „Das ist Sport. Es gibt mal solche Tage.“ Auch sein junger Vereinskollege Markus Esser (69,51m) war mit seiner Premiere bei Olympia unzufrieden: „Ich bin total geknickt.“ Heinz Weis war bei seinem letzten großen Wettkampf in der Gruppe B nicht in der Lage, in die Bresche zu springen. Mit nur 73,51 Metern nahm das deutsche Hammerwurf-Fiasko auch in der Gruppe B seinen Lauf.

– Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik –

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