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Internationales Hallen-Meeting in Gent

Stephanie Graf besiegt Maria Mutola

Kanadierin Philomena Mensah sorgt für zweite Weltjahresbestzeit

11.02.00 (fc) Für die österreichische 800-Meter-Läuferin Stephanie Graf ist die EM-Generalprobe in der Flanders Sports Arena von Gent zweifelsfrei gelungen. Mit einer Jahresweltbestleistung und einem österreichischen Rekord in 1:59,13 Minuten hätte es besser nicht laufen können. Für das zweite Highlight des Abends sorgte die kanadische Sprinterin Philmena Mensah, die in 7,02 Sekunden über 60 Meter ebenfalls eine Saisonbestmarke aufstellte.

Es war der erste Saisonauftritt von Stephanie Graf und das 800-Meter-Rennen entwickelte sich zum Duell zwischen ihr und Maria Mutola. Wer gedacht hätte, die Favoritin aus Mozambique würde die Oberhand behalten, wurde überrascht. Graf zeigte erstaunliches Stehvermögen und verwies Mutola mit einer Zehntel Sekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Der Rest des kleinen Feldes trudelte mit Verspätung im Ziel ein.

Die Abwesenheit der bisherigen Weltjahresbesten, Sevatheda Fynes, nutzte die Kanadierin Philomena Mensah aus. Nach der besten Vorlaufzeit setzte sie im Endlauf noch eins drauf und unterbot die alte Bestmarke von Fynes in 7,02 Sekunden um eine Hundertstel. Mensah siegte vor Susanthika Jayasinghe (7,13 sec) und Petja Pendareva (7,15 sec).

Auch in den Männerkonkurrenzen gab es das ein oder andere Highlight. Die Sprinter Greg Saddler (USA) und Freddy Mayola (CUB), die beide bereits durch starke Leistungen in der Halle auf sich aufmerksam machten, ließen sich von Leuten wie Boldon, Chambers oder Lewis nicht beeindrucken und holten sich in je 6,51 Sekunden die vordersten Plätze.

Ähnlich knapp ging es auch im Hürdensprint zu. Auch hier waren der Kubaner Anier Garcia und der US-Routinier Tony Dees in 7,45 Sekunden zeitgleich. Das Zielfoto wies schließlich Garcia als Sieger aus.

Über 2000 Meter führte der Weg zum Sieg des Briten John Mayock über den Äthiopier Million Wolde. Mit vier Hundertstel Sekunden war der Vorsprung von Mayock wirklich hauchdünn. Im Männer-Hochsprung gab erwartungsgemäß der russische Weltmeister Vjacheslav Voronin den Ton an, wobei er diesmal mit 2,30 Metern eine für seine Möglichkeiten allemal durchschnittliche Leistung bot. In dem Feld wurde er allerdings auch kaum gefordert. Hinter ihm platzierten sich bei 2,25 Metern Dragutin Topic, Sergej Dymchenko und Staffan Strand.

Das Meeting in Gent war nicht nur die Generalprobe für die Hallen-EM Ende Februar an selber Stätte, sondern auch die erste Veranstaltung der Ricoh-Tour, die am Sonntag im französischen Lievin ihren nächsten Stop einlegt. Deutsche Athleten werden dabei aufgrund der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen an diesem Wochenende mit Ausnahme der Stabhochspringer nicht erwartet.

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