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Hallen-Europameisterschaft in Gent

Tomas Dvorak in Favoritenrolle

Aber auch andere Mehrkämpfer wollen ein Wörtchen mitreden

23.02.00 (fc) Die Favoritenrolle ist klar verteilt, wenn es um die Goldmedaille im Siebenkampf bei der Hallen-EM in Gent geht. Mit Tomas Dvorak ist der Freiluft-Weltmeister von Sevilla dabei und er wird unter normalen Umständen nur schwer zu bezwingen sein. Dahinter geht es eng her. Bei den Frauen hoffen auch die Deutschen Karin Ertl und Sonja Kesselschläger nach der Absage von Eunice Barber auf eine gute Platzierung und mehr.

Vor allem Karin Ertl, die vor zwei Jahren in Valencia Bronze holte und international erstmals auf sich aufmerksam machte, geht mit guten Chancen in die fünf Wettkämpfe. Zieht man die aktuelle Weltjahresbestenliste zu Rate, ist sie unter den Gent-Starterinnen die Drittbeste dieses Winters hinter der Türkin Anzhela Atroshchenko-Kinet und Urszula Wlodarczyk (Polen). Nach der kurzfristigen Absage von Eunice Barber stehen die Aussichten für die WM-Fünfte Tiia Hautala und die Russin Irina Vostrikova, die noch keinen Fünfkampf bestritten haben, und dementsprechend nicht dort erscheinen, deutlich besser. Damit sind bereits die aussichtsreichsten Fünfkämpferinnen genannt. Für die junge Neubrandenburgerin Sonja Kesselschläger geht es in erster Linie darum, sich erste Meriten zu verdienen. Aber wer weiß? Vielleicht kann sie für eine kleine Überraschung sorgen. Mit 4464 Punkten liegt sie in der Bestenliste jedenfalls nur knapp hinter Ertl.

Bei den Männern führt der Titel nur über die Tschechen Tomas Dvorak und Roman Sebrle, der die Weltjahresbestenliste anführt. Dvorak konnte jedoch einen Siebenkampf in Estland nicht beenden und ist deshalb noch ohne Marke. Das Edelmetall streitig machen wollen den beiden vor allem Jon Arnar Magnusson und Erki Nool. Dahinter lauern mit Wilfrid Boulineau, Laurent Hernu (beide Frankreich), dem Griechen Prodomos Korkizoglou und Dezsö Szabo (Ungarn) weitere Athleten, die mehr als nur reine Außenseiter sind. Ein deutscher Teilnehmer wurde vom DLV in dieser Disziplin nicht nominiert, so dass sich die deutschen Chancen ganz auf den Fünfkampf konzentrieren.

Die vorläufigen Starterlisten:

MÄNNER:

Tomas Dvorak (TCH), Erki Nool (EST), Roman Sebrle (TCH), Attila Zsivotzky (UNG), Chiel Warners (NDL), Wilfrid Boulineau (FRA), Jon Arnar Magnusson (ISL), Laurent Hernu (FRA), Prodromos Korkizoglou (GRE), Dezsö Szabo (UNG), Georgios Andreou (CYP), Mario Anibal (POR), Krzysztof Andrzejak (POL), Michael Hoffer (SWE), Roland Schwarzl (AUT)

FRAUEN:

Tiia Hautala (FIN), Karin Ertl (D), Urszula Wlodarczyk (POL), Irina Vostrikova (RUS), Marie Collonville (FRA), Gertrud Bacher (ITA), Jelena Prokhorova (RUS), Anzhela Atroshchenko-Kinet (TUR), Sonja Kesselschläger (D), Liliana Nastase (RUM), Izabela Oblekowska (POL), Jana Kleckova (TCH), Austra Skujyte (LIT), Tia Hellebaut (BEL)

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