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Olympischer Tag 2000 in Jena

Deutsche Asse unterliegen

Top-Athleten gaben Stelldichein – Enttäuschende Kulisse

03.06.00 (rst/fc) Das Leichtathletik-Meeting „Weltklasse in Jena“ zog trotz einem wahrlich „olympischen“ Teilnehmerfeld nur 3.000 Zuschauer in seinen Bann. Deutsche Athleten wie Heike Drechsler, Falk Balzer, Lars Riedel sowie Jürgen Schult wurden klar von der internationalen Konkurrenz geschlagen. Anja Rücker war verletzungsbedingt nicht dabei.

Im Kugelstoß-Wettbewerb sicherte sich Astrid Kumbernuss im letzten Versuch mit einer Weite von 19,37 Metern knapp den Sieg vor Nadine Kleinert-Schmitt (19,34 m). Der dritte Platz ging an die Weißrussin Nadeshda Ostapchuk (18,30 m). Nach ihrem Sieg sagte Astrid Kumbernuss: „Ich war nicht locker genug und war wütend, die 20 Meter nicht übertroffen zu haben.“ 

Bei einem sehr interessanten Weitsprung-Wettkampf der Damen wurde Heike Drechsler (6,87 m) auf ihrer „Hausanlage“ von der Kubanerin Lisset Cuza mit 6,99 Metern geschlagen. Susen Tiedtke belegte mit 6,56 Metern Platz fünf hinter Dawn Burrell (USA; 6,72 m) und Lacena Golding (JAM; 6,59m). Sofia Schulte sprang 6,53 Meter weit. Thomas Goller, 400-Meter-Hürden-Spezialist, bewies auf den 400 Metern flach seine Stärke und erreichte mit 46,47 Sekunden eine persönliche Bestzeit. James Davis (USA) gewann in relativ schwachen 45,33 Minuten vor Davian Clarke (JAM).

In windunterstützten 13,10 Sekunden siegte Mark Crear (USA) über die 110 Meter Hürden vor Anier Garcia aus Kuba. Falk Balzer belegte nach einem sehr schwachen Starts Rang sieben in 13,47 Sekunden. Aufgrund einer Verletzung am Zeh konnte Anja Rücker über die 400-Meter-Distanz nicht starten. Dort siegte Natalja Nazarova, die Mitglied der siegreichen russischen WM-Staffel in Sevilla war, in sehr guten 51,09 Sekunden. Der Speerwurf der Herren wurde klar von den Kubanern dominiert. Emeterio Gonzalez erzielte mit 87,12 Metern die größte Weite. Boris Henry kam mit 83,11 Metern auf Rang drei. Silvia Rieger erreichte trotz eines zweiten Platzes über die 400-Meter-Hürden-Strecke die Olympianorm nicht. Es gewann Sandra Glover (USA). Im Diskuswerfen wurden die deutschen Asse Lars Riedel und Jürgen Schult klar geschlagen. Virgilius Alekna (LIT) siegte vor Frantz Kruger (RSA). Mit vier Fehlversuchen kam Riedel nur auf Rang drei.

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