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Europameisterschaft in München

Kartenvorverkauf läuft gut an

Gaby Rockmeier freut sich bereits auf Heimspiel im Olympiastadion

19.06.01 (fc) „Wir sind sehr überrascht. Nach zwei Monaten Vorverkauf haben wir bereits einige tausend Tickets verkauft“, zieht Wilfrid Spronk, Geschäftsführer der Olympiapark München, ein positives erstes Fazit im Hinblick auf die Europameisterschaft 2002 in München. Der Veranstalter will in der nächsten Zeit auch verstärkt auf die Vereine und Landesverbände zugehen, um mit den attraktiven Preisen, die deutlich unter denen vergleichbarer Events in der Vergangenheit liegen, zu locken. Den Lockruf vernahm mit Gaby Rockmeier (Bild) auch schon längst eine der derzeit schnellsten deutschen Läuferinnen.

Die Blondine hat beste Erinnerungen an das Olympiastadion in München. 1997 vertrat sie dort beim Europacup die deutschen Farben: „Es ist gigantisch, wenn die Zuschauer fast über den Zaun fallen und einen anfeuern.“ Ihr Blick gilt bereits jetzt der Europameisterschaft. „Dieses Jahr ist eine Durchgangsstation zur EM“, sagt sie. Natürlich will die Sprinterin, die vor den Toren Münchens lebt und damit gemeinsam mit ihrer Schwester Birgit zu den wenigen Lokalmatadoren zählt, unbedingt dabei sein.

Karl Rauh, Präsident des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes, sieht vor allem für die Nachwuchsathleten eine große Chance: „Die EM wird für die junge Garde ein Einstieg sein, bei dem sie sich nicht gleich gegen die Weltspitze behaupten muss.“ In seiner Funktion ist er mitverantwortlich für die Ausrichtung und weiß auch die Professionalität der Olympiapark GmbH zu schätzen: „Man hat den Eindruck, man braucht nur wieder den Schlüssel reinzustecken und es läuft wieder.“ In der jüngeren Vergangenheit war München neben dem Europacup 1997 auch 1999 mit dem Grand-Prix-Finale Schauplatz eines großen Leichtathletik-Ereignisses.

Europameisterschaft in München soll Signalwirkung haben

Rauh hat natürlich auch die ureigenen Belange seines Verbandes im Hinterkopf: „Ich verspreche mir mehr Sponsoren durch die EM und, dass wir in Bayern wieder mehr Athleten an die Vereine binden können.“ Gerade die Rockmeiers, die für die LG Olympia Dortmund starten, sind ein Paradebeispiel dafür, dass die Top-Athleten manchmal nicht im Süden gehalten werden können, obwohl, so Rauh, „Bayern im Bereich der C- und D-Kader führend ist.“

Das Rahmenprogramm soll die Europameisterschaft zu einem Festival machen. „Die andere Form der Präsentation werden wir noch vertiefen“, versprach Spronk, der überzeugt ist, damit für weitere Veranstalter Zeichen setzen zu können: „Wir hoffen, dass von München im positiven Sinn ein Signal für die deutsche Leichtathletik ausgeht.“